Niederösterreich

Grüne wollen nach Großbrand beim Bundesheer Antworten

Nach dem großen Brand am Truppenübungsplatz in Allentsteig (Bezirk Zwettl) brachten die Grünen jetzt eine parlamentarische Anfrage ein. 
28.04.2022, 18:56

Bei Artillerie-Schießübungen war im März am Truppenübungsplatz in Allentsteig wie berichtet ein Waldbrand ausgebrochen. Damals waren 24 Feuerwehren mit 42 Löschfahrzeugen und 249 Mitgliedern im Einsatz. Der Brand konnte erst am Folgetag vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Florianis wegen Wind und Blindgängern äußerst schwierig. 

Nationalrat Martin Litschauer
Parlamentsdirektion Simonis

Über Brände entsetzt

Kritik kam schon damals von den Grünen, weil eigentlich die Waldbrandverordnung in Kraft war, man also eigentlich nicht im Wald zündeln durfte. "Während für alle Bezirke Niederösterreichs aufgrund der Trockenheit Brandschutzverordnungen durch die Bezirkshauptmannschaften ausgerufen wurden, lösten Schießübungen des Bundesheers ein Feuer aus, das viele Hektar Wald vernichtete", erklären die Landtagsabgeordnete Silvia Moser und der Nationalrat Martin Litschauer, beide aus dem Waldviertel, und zeigten sich anlässlich der Brände "entsetzt".

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Neues Gras über die Sache wollen die beiden noch nicht wachsen lassen. Vergangene Woche wurde von Litschauer eine parlamentarische Anfrage zur Causa Verteidigungsministerin Tanner eingebracht. Darin stellen die Grünen 26 Fragen zum Waldbrand und seinen Folgen. Etwa "Wie groß war die Fläche des zwischen 26. und 27. März 2022 vom Brand zerstörten Gebietes am Truppenübungsplatz Allentsteig?" oder "Welche Auswirkungen hatte der Brand auf das Ökosystem?" Dass Tanner alle 26 Fragen auch tatsächlich beantworten kann und wird, scheint eher unwahrscheinlich.