Grüner Impf-Pass wird "wohl unvermeidlich"

Der grüne Pass in Israel, wo bereits 96 Prozent geimpft sind.
Der grüne Pass in Israel, wo bereits 96 Prozent geimpft sind.GIL COHEN-MAGEN / AFP / picturedesk.com
Obwohl die WHO einige Bedenken hegt, wird ein grüner Corona-Pass für Impfungen und Tests "wohl unvermeidlich" sein.

Manche sehen eine drohende, totalitäre Überwachung wie in China, andere sehen höhere Sicherheit und freuen sich, endlich wieder reisen zu können. Es geht um den "grünen Pass", in welchem in einem EU-weiten, einheitlichen System Impfungen, Tests und durchgestandene Erkrankungen erfasst werden sollen. 

Fix ist jedenfalls, dass solch eine Applikation in Österreich kommen wird. Ungeachtet von den Plänen der EU kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz an: "Wenn es keine europäische Lösung gibt, dann müssen wir dieses Projekt national umsetzen." Die von Israel inspirierte Idee wird in Europa zumeist Kurz zugeschrieben.

WHO eher dagegen

Wenig beeindruckt zeigt sich hingegen die Weltgesundheitsorganisation WHO. Auch wenn Regionaldirektor Hans Kluge in der Tageszeitung "Welt" die Einführung im Sommer für "wohl unvermeidlich" hält, ist dieses Vorhaben keine Empfehlung der WHO.

Er äußert noch zu klärende Fragen, etwa wie lange eine Immunität anhält und in welchem Ausmaß durch die Impfung eine Ansteckung verhindert werden kann. Aktuelle Werte lassen hier aber durchaus Optimismus zu.

Ungeachtet deswegen soll bereits am 17. März ein erster Verordnungsentwurf der EU-Kommission vorgestellt werden. Die technischen Voraussetzungen sollen spätestens in drei Monaten stehen.

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