Gesundheitsminister Johannes Rauch hat der Dating-Plattform Tinder im letzten Quartal werbetechnisch ein "Super-Like" gegeben. Wie ein Auszug aus der heimischen Medientransparenz-Datenbank nun belegt, hat der Grünen-Politiker mit seinem Ressort exakt 9.666,67 Euro für Ads auf Tinder ausgegeben.
Die genannte Summe floss alleine von April bis Juni. Wie von "Heute" berichtet, setzte das Gesundheitsministerium auch im Sommer weiter auf den Werbeträger Tinder. Unter dem Titel "Mann spricht's an" thematisierte das Rauch-Ressort Männergewalt.
"Daten im Sommer: Hot. – Übergriff sein: Not", hieß es in einer Werbeanzeige, die "Heute" zugespielt wurde. Verlinkt wurde auf die Homepage des Gesundheits- und Sozialministeriums, auf der sich weitere Informationen zum Thema Männergewalt und Frauenmorde finden.
Mit Einschaltungen in klassischen (heimischen) Medien hat sich Rauch zurückgehalten. Das Migrantenmagazin "Biber" erhielt für seinen Online-Auftritt 20.000 Euro, an ORF 1 gingen 18.000 Euro, an den Österreichischen Rundfunk wurden darüber hinaus noch 25.000 Euro in Form von Förderungen ausgeschüttet. Für Inserate auf der Sportpage "Laola 1" wurden 7.151,56 Euro aufgewendet.