Grüne Freda Meissner-Blau ist tot

Das Grünen Ur-Gestein Freda Meissner-Blau ist im Alter von 88 Jahren in Wien verstorben. Die Umweltaktivistin war die erste Frau in Österreich an der Spitze eines Parlamentsklubs.
(Foto: ) Das Grünen Ur-Gestein Freda Meissner-Blau ist am Dienstag Abend im Alter von 88 Jahren in Wien verstorben. Die Umweltaktivistin war die erste Frau in Österreich an der Spitze eines Parlamentsklubs.

Meissner-Blau war als erste Frau im Jahr 1986 als Kandidatin zur Bundespräsidentenwahl gegen Kurt Waldheim  angetreten.

Als Umweltaktivistin hat sich die gebürtige Deutsche und ausgebildete Krankenschwester und Medizinerin gegen den Bau des Donaukraftwerks Hainburg erfolgreich eingesetzt. Als sie noch als Journalistin arbeitete, setzte sie sich auch erfolgreich aktiv in eiem Volksbegehren gegen den Bau des Atomkraftwerks Zwentendorf ein. Für den ORF arbeitete sie zeitweise als Moderatorin im "Club 2".

Nach dem Ausscheiden aus der Politik arbeitete Meissner-Blau für internationale Gremien, war als Schriftstellerin tätig und hielt viele Vorträge. Vor einigen Jahren musste sie sich einer Herztransplantation unterziehen.

Bures "tief betroffen"

Tief betroffen zeigte sich Nationalratspräsidentin Doris Bures am Mittwoch über das Ableben der ehemaligen Grünen Klubobfrau Freda Meissner-Blau."Freda Meissner-Blau hat ihre politische Leidenschaft mit großer Authentizität und Überzeugung verbunden. Dadurch hat Sie sich über Parteigrenzen hinweg großen Respekt erarbeitet", so die Nationalratspräsidentin.

Als erste weibliche Klubvorsitzende im Parlament und als erste weibliche Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl 1986 sei Freda Meissner-Blau eine wichtige Wegbereiterin und Vorkämpferin für Frauen in der Politik gewesen. Ob für die Gleichstellung der Geschlechter, die Umwelt, Menschenrechte, Demokratie, Frieden oder gegen die Atomenergie: Das politische als auch zivilgesellschaftliche Engagement von Freda Meissner-Blau hat in Österreich bedeutende Spuren hinterlassen. Sie wird auch nach ihrem Ableben für viele Menschen Vorbild bleiben, wenn es darum geht, Zivilcourage zu beweisen oder Widerstand zu wagen", betont Nationalratspräsidentin Bures.
Ihr tief empfundenes Mitgefühl drückt Nationalratspräsidentin Bures den Angehörigen der Verstorbenen sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus.

 
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