Grüne verteilen geheime Dokumente per WhatsApp

Peter Pilz und Gabi Moser wollen per WhatsApp aus dem Eurofighter-Ausschuss berichten.
Peter Pilz und Gabi Moser wollen per WhatsApp aus dem Eurofighter-Ausschuss berichten.Bild: www.picturedesk.com; Grüne / "Heute.at"-Montage
Unter dem Titel "Blackbox Eurofighter" wollen die Grünen-Aufdecker Peter Pilz und Gabi Moser exklusive Infos aus dem U-Ausschuss per WhatsApp verschicken.
Ende Mai geht der Eurofighter Untersuchungsausschuss in eine weitere Runde. Doch diesmal soll alles anders werden – die Grünen haben jetzt einen exklusiven Whatsapp-Service eingerichtet.

Los geht's schon am Mittwoch, dem 31. Mai. Die Grünen Aufdecker Peter Pilz und Gabi Moser planen via ihre "Blackbox Eurofighter" die Öffentlichkeit mit geheimen Dokumenten und Informationen aus dem U-Ausschuss zu versorgen.

Peter Pilz, Sicherheitssprecher und Fraktionsführer der Grünen im U-Ausschuss, begründet diese Aktion folgendermaßen: "Es geht immerhin um einen Milliarden-Betrag, den die Republik Österreich, also die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, zurückbekommen könnten. Da hat die Öffentlichkeit ein Recht auf beste Information".

Geheimdokument des Tages

Ziel ist es, die Bevölkerung mit ihrem Insiderwissen über die Vorgänge im U-Ausschuss aufzuklären. So sollen neben dem "Geheimdokument des Tages" auch kurze Videos, Audio-Analysen, Infos zu den Zeugen und Alarm-Meldungen geben.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Interessenten können sich unter www.gruene.at/whatsapp zur "Blackbox Eurofighter" anmelden.

Die Grünen-Aufdecker zeigen sich kämpferisch: "Im ersten Ausschuss sind wir nach Strich und Faden belogen worden. Während es 2007 noch hieß Grüne gegen Eurofighter, ÖVP und SPÖ, steht die Republik heute geschlossen auf der einen Seite und der Eurofighter-Konzern politisch isoliert auf der anderen. Damit hat sich das Kräfteverhältnis entscheidend geändert. Jetzt läutet der zweite U-Ausschuss die letzte Runde ein", erklärt Pilz in einer Aussendung.

Durch die Eurofighter-Geschäfte hätte Österreich enormen Schaden davongetragen. "Ein gutes Ergebnis im U-Ausschuss ist wichtig, damit sich die Republik durch die Rückabwicklung der Eurofighter-Geschäfte mindestens 1,5 Milliarden Euro zurückholen kann", ergänzte Parteikollegin Gabi Moser.

(rcp)

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