Politik

Grüne wollen nun "kreativer" werden

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:48

Das Debakel der Grünen bei der Nationalratswahl hat weitreichende Folgen bei der Partei. Die Gründe für das Versagen könne man sich noch nicht erklären.

Nachdem man aus dem Parlament geflogen ist, wird an einer Strategie gefeilt, um die Schulden des Wahlkampfes zu begleichen. Die Grünen seien mit rund fünf Millionen Euro im Minus. Interimschef Werner Kogler kündigte bereits an, dass er nun mit den Banken sprechen werde, um eine Lösung zu finden.

Wie lange Kogler an der Spitze stehen wird ließ er vorerst offen. Einen Bundeskongress wolle man erst im Juni 2018 abhalten, da es die Situation nicht anders zulassen würde.

Entschuldigung bei Wählern

Kogler sucht die Schuld bei den Grünen selbst: "Wir haben's vernudelt", meinte er in einem Statement und entschuldigte sich weiters bei allen potenziellen Grün-Wählern. Die Partei habe es "verunmöglicht" sich wählen zu lassen.

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Er selbst sei vor allem deshalb bestürzt, weil man "gerade jetzt" die Grünen im Parlament brauchen würde. Derzeit habe man aber nicht viel "Spielraum" aktiv zu werden - auch aufgrund des Schuldenbergs. Er sieht aber gleichzeitig eine Chance: "Vielleicht werden wir ja wieder kreativer."

Ziel: Wiedereinzug

Kogler sieht als weiteren möglichen Grund für das schlechte Abschneiden bei der Nationalratswahl die Themenlandschaft seit 2015 und auch das "taktische Wahlverhalten" vieler Wähler.

Er betonte aber, dass die Grünen nicht verschwunden seien: Die Partei sei in allen Landtagen, und sogar in fünf Landesregierungen tätig. Auch im EU Parlament seien die Grünen weiterhin vertreten. Das nächste Ziel sei aber klar: Der Wiedereinzug ins Parlament.

(slo)