Gucci erntet erneut Shitstorm wegen Turban

Das Label scheint seine Lektion nicht gelernt zu haben. Nach den "Blackface"-Vorwürfen bringt es einen Turban auf den Markt, der für Diskussionen sorgt.
Es ist gerade einmal drei Monate her, seit Gucci sich nach Kritik an einem Sweater mit einem Blackface in einem offiziellen Statement dafür entschuldigt und die Kollektion vom Markt genommen hatte, wie "Heute.at" berichtete. Nun sieht sich das Luxuslabel erneut mit Vorwürfen konfrontiert. Diesmal geht es um die Frühjahrs-/Sommerkollektion dieses Jahres. Dort war ein Turban vorgesehen, der nun aus dem Sortiment des amerikanischen Großhändlers "nordstrom" genommen wurde.



Unsensibles Handeln und kulturelle Besitznahme

Vergangene Woche sorgte das Unternehmen für Schlagzeilen, als im Luxus-Bekleidungs-Onlineshop "nordstrom" ein "indy full Turban" um 790 US-Dollar auftauchte. Das Modell ähnelt jenen Kopfbedeckungen, wie sie die nordindische Religionsgemeinde der Sikhs auf der ganzen Welt tragen. Daraufhin fühlte sich diese angegriffen und sah sich veranlasst, sowohl dem Shop als auch dem Label kulturelle Besitzergreifung, unsensibles Handeln und einen überhöhten Preis vorzuwerfen.

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Bisher keine Entschuldigung von Gucci

Nordstrom nahm daraufhin das Modell von seiner Seite und sprach eine Entschuldigung als Antwort auf eine Twitter-Beschwerde aus. "Wir haben beschlossen, das Produkt von der Seite zu nehmen. Es war niemals unsere Absicht, ein religiöses und kulturelles Symbol zu entwürdigen. Wir entschuldigen uns bei jedem, den wir dadurch eventuell angegriffen haben." Eine Entschuldigung von Gucci blieb bisher aus.

(GA)

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