Gudenus: "Befürchte weiteres Material"

In einem Interview mutmaßt Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus, in dem Ibiza-Video seien er und Strache unter "K.O.-Tropfen oder ähnlichen Substanzen und Drogen" gestanden.
Erstmals seit Veröffentlichung des Skandal-Videos von ihm und Ex-FPÖ-Chef Strache hat Johann Gudenus ein Interview gegeben. Darin mutmaßt er, dass Strache und er unwissenderweise unter psychotropen Substanzen gestanden seien. Sie seien "durch K.O.-Tropfen" zu "völlig willfährigen Opfern" gemacht worden, so Gudenus.

"Mir fehlen streckenweise Erinnerungen über Stunden hinweg und ich weiß auch nicht mehr, was ich in diesen Zuständen von mir gegeben habe bzw. welche Handlungen daraus resultierten", so der einstige geschäftsführende Klubchef im Nationalrat im Interview mit der APA.



CommentCreated with Sketch.26 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ausschnitte aus dem Ibiza-Video.

"Erschöpft, überarbeitet, nahe am Burn-out"

Zudem sagte er: "Ich war in dieser längeren Zeitspanne sichtlich in einer Ausnahmesituation. Erschöpft, überarbeitet, nahe einem Burn-out und in einer persönlichen Krise. Zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, gemixt mit Energydrinks, und psychotrope Substanzen, um die innere Anspannung und Unruhe zu bekämpfen."

"Ich weiß auch nicht mehr, was ich in diesen Zuständen von mir gegeben habe beziehungsweise welche Handlungen daraus resultierten"


Er befürchte deshalb, dass es womöglich noch weiteres ihn beschädigendes Videomaterial gebe. "Damit weise ich aber nicht die Schuld von mir", ergänzte Gudenus, "denn ich bin selbst naiv in die Falle gegangen und habe in dieser Stresssituation viel zu spät erst einen Psychotherapeuten aufgesucht, der mir aus dieser verfahrenen Situation in zahlreichen Sitzungen wieder heraushelfen konnte".

Heute sei er, Gudenus, "mehr als froh, dieser prekären Situation wieder entkommen zu sein und erkenne mit Scham und Bedauern, was ich in dieser Zeit aufgeführt habe".

(hos)

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