Haariger Streit! Friseure schimpfen gestylte Fußballer

Auch die Bayern sind immer top gestylt.
Auch die Bayern sind immer top gestylt.imago images
In Deutschland eskaliert ein haariger Streit! Während die Friseure im Lockdown sind, laufen die Kicker-Stars frisch gestylt auf's Feld.

Wie auch in Österreich müssen die Friseure in Deutschland aufgrund der Coronakrise geschlossen bleiben, im Lockdown gibt's keine frischen Haarschnitte - doch anscheinend gelten für Fußballer andere Regeln. Die Bundesliga-Stars ziehen sich den Ärger der Gewerkschaft zu, weil sie Woche für Woche frisch geschnitten am Platz auflaufen.

Der Zentralverband für Friseurhandwerk schickt nun einen offenen Brief in Richtung DFB-Präsident Fritz Keller.

"Mit großer Verwunderung mussten wir daher an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können", heißt es in dem Schreiben.

Der Verband ist sauer: "Frisch frisierte Fußball-Stars setzen eine gesamte Branche unter Druck: Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen. Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern, und in der Folge Kundenanrufen, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, wächst."

In Deutschland und Österreich kämpfen viele Friseure um ihr Überleben, zahlreiche Betriebe werden nach dem Lockdown wohl für immer geschlossen bleiben.

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