Cup-Eklat in Ried

"Habe mich extrem geärgert über Kühbauer-Verhalten"

LASK-Trainer Didi Kühbauer hatte nach dem Halbfinal-Erfolg gegen Ried im ÖFB-Cup für Schlagzeilen gesorgt. Nun meldete sich ein Ex-Coach zu Wort.
Sport Heute
19.04.2026, 14:06
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Der LASK steht im Finale des ÖFB-Cups. Die Stahlstädter hatten im Oberösterreich-Duell Ried Mitte März mit 2:1 nach Verlängerung geschlagen. Lukas Kacavenda erzielte in der Nachspielzeit den entscheidenden Siegtreffer (109.).

Nach dem Schlusspfiff kochten dann die Emotionen hoch. Kühbauer jubelte demonstrativ vor den Rieder Fans. Einige Anhänger der Innviertler kletterten bereits aufs Spielfeld, ein Platzsturm drohte. Letztendlich blieb es aber friedlich. Kühbauer hatte sich nach dem Schlusspfiff gerechtfertigt, dass er mehrere Bierduschen erhalten habe, außerdem unterstellte er Ried-Coach Maximilian Senft, seine Spieler zu einer Rudelbildung aufgefordert zu haben. Nach dem Spiel gab es auch keinen Handschlag der beiden Trainer.

"Extrem geärgert"

"Weil ich ihn so positiv gesehen habe in der letzten Zeit, habe ich mich extrem geärgert über das Verhalten", kommentierte Dominik Thalhammer, der ehemalige LASK-Trainer und langjährige Coach des ÖFB-Frauen-Nationalteams bei "Am Stammtisch mit Andy Ogris" bei "Laola1", die Szene.

"Warum tut er das? Warum provoziert er die Fans, geht da applaudierend hin? Ist das notwendig, oder kann er da anders agieren?", warf Thalhammer Fragen auf. Das könnte laut Meinung des ehemaligen Trainer-Legionärs in Belgien auch Kühbers Chancen auf den Sprung ins Ausland verringern. "Ich glaube schon, dass ausländische Vereine immer genauer schauen. Er ist einer, der polarisiert", erklärte Thalhammer. "Die Frage ist, ob solche Aktionen notwendig sind, warum es immer so einen Rückfall gibt", meinte der Ex-LASK-Trainer weiter.

Ogris betonte derweil, er könne die Kritik an Kühbauer nachvollziehen, habe aber auch Verständnis für die Sicht des aktuellen LASK-Trainers, "wenn du da schwer beleidigt wirst, dass du da einmal drauf reagierst. Man sollte als Trainer drüberstehen, aber es hat sich ja während des Spiels aufgeschaukelt", so die Austria-Legende. "Dass er nicht so reagieren sollte, wissen wir alle. Es ist aber doch irgendwo nachvollziehbar, weil man sich nicht unbedingt alles gefallen lassen muss."

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