Hoeneß hat in seiner langen Funktionärskarriere schon viel erlebt. Aktuell ist der mittlerweile 74-Jährige nur noch Ehrenpräsident der Bayern, trotzdem ist Hoeneß über die Entscheidungen seines Herzensklubs informiert. Und erzählte im Podcast "Auf eine weiß-blaue Tasse" mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder eine kuriose Anekdote.
Der langjährige Münchener Manager berichtete, wie Bayerns Erfolgstrainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund bei ihm am Tegernsee vorbeischauten. Und zwar mit einem ganz konkreten Anliegen: Kompany und Sportdirektor Freund wollten sich die Verpflichtung von Xavi Simons absegnen lassen.
Doch anstelle der erhofften Zustimmung gab es eine überraschende Absage. "Uli, wir brauchen Xavi", habe Trainer Komapy Hoeneß gesagt. Doch davon ließ sich der 74-Jährige nicht beeindrucken, Hoeneß gab sein Veto, machte stattdessen ein ungewöhnliches anderes Angebot. "Du kannst noch ein Stück Apfelkuchen essen, aber du kriegst keinen Xavi", habe Hoeneß klargemacht.
Der Grund für die Hoeneß-Absage sei gewesen, dass die Führungsriege des Vereins die Talente aus dem eigenen Nachwuchs fördern wollten. "Wenn man den Jungen mal eine Chance geben will, dann muss man Platz schaffen", erklärte Hoeneß. Erst so hatten Top-Talent Lennart Karl und andere Spieler ihre Chance erhalten.
Für Simons ging es stattdessen zu Tottenham. Der Niederländer steckt mit den Nordlondonern gerade allerdings ganz tief im Abstiegskampf.
Ein anderer Transfer war hingegen ganz nach dem Geschmack von Hoeneß: die Verpflichtung von Luis Diaz, der für 70 Millionen Euro aus Liverpool kam. Für die Reds gab es vom Bayern-Ehrenpräsidenten deshalb nur Spott. "Die in Liverpool müssen sich wirklich die Frage stellen, was für Fehler sie da gemacht haben. Sie haben Alexander Isak für 150 Millionen Euro gekauft und Diaz für knapp 70 Millionen Euro abgegeben. Die müssen sich doch die Haare raufen, wenn die sehen, was der leistet", meinte Hoeneß mit Blick auf die 24 Tore und 18 Assists des Kolumbianers.