2017 wechselte Neymar jr. vom FC Barcelona nach Paris. Es war ein Deal für die Geschichtsbücher. 222 Millionen Euro Ablöse wechselten den Besitzer – Rekord! Neymar wollte aus dem Schatten seines Kumpels Lionel Messi treten, in der Ligue 1 zum unumstrittenen Star werden, so endlich seinen ersehnten Ballon d'Or erobern.
Zwischenbilanz: Vorhaben gescheitert.
Neymar wurde zwar je drei Mal mit PSG Meister und Cupsieger. Das klare Ziel, den Champions-League-Titel, hat der Scheichklub aber verpasst. Seine persönlichen Leistungen lassen zudem zu wünschen übrig. Immer wieder fehlt der Brasilianer, lange verletzt.
Seine Lustlos-Auftritte – vor allem in der Defensivarbeit – machen ihn nun zum Sündenbock der Fans. Am Mittwoch schied PSG trotz 2:0-Gesamtführung gegen Real Madrid noch aus der Champions League aus. Das quittierten die Fans am Sonntag im ersten Liga-Heimspiel danach mit Pfiffen. Obwohl Bordeaux mit 3:0 aus dem Prinzenpark geschossen wurde, kassierten Neymar und auch Messi Buhrufe von den Tribünen.
Im Sommer hatte Scheich Nasser Al-Khelaifi noch einmal kräftig aufgerüstet. Messi, Sergio Ramos, Gianluigi Donnarumma, Genie Wijnaldum, Achraf Hakimi – die prominenten Neuzugänge konnten das Achtelfinal-Aus nicht verhindern.
Der 30-jährige Neymar ist vom gefeierten Helden zum Buhmann verkommen. Wie schlecht es in der Stadt der Liebe mittlerweile um seinen Ruf steht, fasst RMC-Journalist Daniel Riolo aktuell zusammen. Er sagt: "Wir haben diesen Spieler nicht nur verrotten lassen, wir haben ihn zu einem Monster gemacht. Neymar ist zu einem Monster geworden, das zudem nicht einmal mehr ein Fußballer ist."
Riolo weiter: "Heute wird dieser Spieler überall gehasst. Seine Einstellung, seine Launen, alles, was er macht, man kann kein Spieler sein und so sehr gehasst werden, das geht gar nicht. Es hat noch nie einen so verhassten Spieler gegeben wie ihn."
Der Reporter prophezeit ein rasches Ende der Neymar-Ära in Paris: "Sie werden Neymar nicht behalten. Er hat das Ende erreicht, niemand kann ihn mehr sehen. Niemand kann ihn mehr in Brasilien sehen, niemand kann ihn mehr in Frankreich sehen."