Österreich

Hadishats Killer legt in U-Haft Kinder schlafen

Heute Redaktion
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Robert K. tötete Hadishat im Mai.
Robert K. tötete Hadishat im Mai.
Bild: picturedesk.com, privat

Robert K. ist geistig so krank, dass er statt in einem Gefängnis derzeit in einer Klinik eingesperrt ist. Dort bringt er in seinem Zimmer imaginäre Kinder zu Bett und singt ihnen Schlaflieder vor.

Sieben von acht Geschworenen und Psychiater Peter Hofmann waren sich beim Prozess einig: Robert K. konnte bei der fürchterlichen Bluttat an der kleinen Hadishat sein Unrecht einsehen. Diese war im Mai. Mittlerweile, da sind sich mehrere Ärzte sicher, ist er schwer geisteskrank und leidet an einem Vollbild der Schizophrenie. Der 16-Jährige sitzt daher nicht in einer Zelle. Er wird in einer psychiatrischen Klinik behandelt und dort rund um die Uhr videoüberwacht.

Zuletzt hat er mehrere Suizidversuche unternommen. Auch sonst ist er hochgradig auffällig: Über die Kamera beobachten Psychiater ihn häufig dabei, wie er in seinem Raum stundenlang betet und Kinder, die nur in seinem kranken Kopf existieren, niederlegt. Sogar Schlaflieder trällert er. Erst wenn jemand den Raum betritt, verstummt er.

Wenn das Urteil (13 Jahre Haft im Maßnahmenvollzug mit anschließender Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung) am Montag rechtskräftig werden sollte, kommt Robert K. wohl ins Jugendgefängnis Gerasdorf (NÖ), bis er erwachsen ist. Dann blüht ihm ein Aufenthalt in Stein (NÖ), Garsten (OÖ) oder der Grazer Karlau. Wie berichtet gab Robert K. den Mädchenmord am Mittwoch zu: "Stimmen in meinem Kopf sagten mir: Erstich sie. Dabei mochte ich Hadishat ja."

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