Kinderhaut in Gefahr

Nach Gifttest: Händler stoppen Verkauf von Klebetattoos

Nach dem Chemikalientest nehmen Händler belastete Klebetattoos aus dem Sortiment. Greenpeace fordert strengere Regeln für Kinderschutz.
Newsdesk Heute
27.07.2026, 17:58
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Der Chemikalien-Test von Greenpeace und der Arbeiterkammer Oberösterreich sorgt für Bewegung bei den Händlern: Nach dem Test, bei dem in 13 von 15 Klebetattoos für Kinder problematische Stoffe wie PFAS, Schwermetalle und verbotene Weichmacher gefunden wurden, haben BIPA, Thalia, dm und Temu reagiert. Sie haben laut einer OTS-Aussendung den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt und aus dem Sortiment genommen. Bei BIPA kannst du die getesteten Tattoos sogar ohne Kassabon zurückgeben.

Noch nicht ganz klar ist die Lage bei Müller, Amazon und SHEIN: Die getesteten Klebetattoos sind zwar aktuell online nicht mehr auffindbar, aber eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme zur Auslistung gibt es von diesen Händlern bisher nicht.

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Greenpeace fordert strengere Regeln

Greenpeace fordert jetzt einen Verkaufsstopp für alle belasteten Klebetattoos und einen gründlichen Check des Sortiments auf gefährliche Chemikalien. Außerdem soll sich Minister Norbert Totschnig auf EU-Ebene für strengere Chemikalien-Gesetze und ein vollständiges PFAS-Verbot einsetzen.

"Es ist wichtig und richtig, dass einige Händler die Belastungen ernst nehmen und die Tattoos rasch aus den Regalen nehmen. Kinderhaut braucht konsequenten Schutz vor gefährlichen Chemikalien. Jetzt müssen auch die restlichen Händler die belasteten Tattoos aus den Sortimenten und den Schutz unserer Kinder ernst nehmen", sagt Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Trotz der schnellen Reaktion einzelner Händler bleibt die Sicherheit von Kinderprodukten wegen Gesetzeslücken gefährdet. Ohne klare Grenzwerte für Chemikalien-Mischungen können gefährliche Stoffe weiterhin auf empfindliche Kinderhaut gelangen. Greenpeace pocht deshalb darauf, dass Minister Totschnig sich für strengere Regeln und ein lückenloses PFAS-Verbot auf EU-Ebene einsetzt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.07.2026, 17:58