Pikantes Geständnis

"Hätte nie Sex gehabt" – Niavarani verrät Geheimnis

Kabarettist Michael Niavarani (59) redet so offen wie selten über Beziehungen, Sucht, Humor und den Tod.
Heute Entertainment
18.02.2026, 10:22
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"Wenn ich nicht lustig wäre, hätte ich noch nie Sex gehabt", scherzt Michael Niavarani gleich zu Beginn des Podcasts und bringt damit sein Lebensthema auf den Punkt: Humor als Überlebensstrategie.

Im Studio von Nina Horowitz, umgeben von schwarzem Keramikpudel, Neonherz und jeder Menge Nippes, fühlt sich der Kabarettist fast schon "erotisiert", wie er lachend zugibt.

Seit 2014 ist Niavarani mit Helen Zellweger liiert. Es ist seine bislang längste Beziehung – nach eigenen Angaben hatte er zuvor acht Partnerschaften, die allesamt scheiterten. Warum es diesmal hält? Zunächst blödelt er: "Wir haben uns einfach nicht getrennt – bis jetzt." Dann wird er ernst: "Ich akzeptiere alles in ihrem Menschsein und sie akzeptiert alles in meinem Menschsein. Wir wollen einander nicht ändern."

Offen spricht Niavarani auch über seine Schattenseiten. Er bezeichnet sich selbst als "Suchtmensch", der lange Zeit den Rausch als Ventil genutzt habe. Mit dem Älterwerden habe sich das jedoch verändert: "Die Befriedigung durch den Rausch ist kleiner als das negative Empfinden am Tag danach."

Niavarani MUSS Witze erzählen

Auch emotional habe sich etwas verschoben. "Ich bin früher eher traurig durchs Leben gegangen", sagt er. Heute denke er häufiger über die Endlichkeit nach – und ziehe daraus einen überraschend lebensbejahenden Schluss: "So lange wird es nicht mehr dauern. Da ist es eigentlich blöd, wenn ich traurig bin."

Vor dem Tod selbst habe er keine Angst, erklärt Niavarani, wohl aber vor dem Weg dorthin: "Vor der Krankheit davor." Besonders schwer falle ihm der Verlust nahestehender Menschen. Deshalb meidet er Begräbnisse: "Ich muss da nicht dabei sein."

Humor bleibt dennoch sein innerer Kompass – auch wenn er in Beziehungen nicht immer ungefährlich ist. Er kenne diese Momente, erzählt er, in denen ihm mitten im Streit ein genialer Witz einfalle. "Ich weiß genau: Das ist ur lustig. Und ich weiß gleichzeitig: Ich rüttle am Watschenbaum." Ob er den Satz trotzdem sagt? "Na sicher", lacht Niavarani. "Ich kann nicht anders."

Humor sei keine Entscheidung, sondern eine Gehirnwindung, erklärt er. Eine, die ihn durchs Leben getragen hat – durch Liebe, Brüche, Exzesse und schließlich zu einer gewissen inneren Ruhe.

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