Mann gab Mordauftrag für Komplizen: 18 Jahre Haft

Wegen einem Mordauftrag aus der Gefängniszelle musste am Montag Branko B. (60) in Sankt Pölten auf die Anklagebank. Urteil: 18 Jahre (nicht rechtskräftig).

Wieder mal auf die Anklagebank musste Branko B. (60): Der vor einigen Jahren zu 7,5 Jahren Haft verurteilte Einbrecher soll in Haft, aus Hass auf seine verräterischen Komplizen, einen teuflischen Plan geschmiedet haben.

Er hatte zunächst seine Frau von seiner Unschuld überzeugen können und wollte dann einen serbischen Kumpel mit dem Beseitigen der verhassten Komplizen betrauen. Zuvor sollte einer der Verräter aber ein Geständnis unterschreiben, welches Branko B. eindeutig entlaste.

100.000 Euro Belohnung

Dann hätte der Verräter per Heroinüberdosis auf einer Parkbank sterben sollen – so der Auftrag. Der Lohn dafür: 100.000 Euro ("Heute" berichtete).

Vor Gericht in St. Pölten verwies Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger auf die Absurdität des Planes: "Der Plan war ja niemals ausführbar und somit sicherlich nicht ernst gemeint." Der Top-Jurist beantragte einen Freispruch seines Mandanten.

Die Geschworenen entschieden aber einstimmig. Branko B. ist schuldig: 18 Jahre Haft. Anwalt Arbacher-Stöger meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. (Lie)

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