Alarm für Dutzende Feuerwehren sowie die ÖAMTC-Notarzt-Hubschrauber Christophorus 2, 3 und 9 in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha): Bei einer großen Übung am Samstagvormittag gegen 10 Uhr kenterte ein Boot, laut ersten Meldungen fielen rund zehn Menschen ins Wasser.
Zwei junge Frauen – im Alter von etwa 20 Jahren – wurden bestätigten Informationen zufolge aus dem Wasser geborgen, sie mussten reanimiert werden. "Der Notarzthubschrauber ist gelandet. Wir befürchten das Schlimmste", so der Sprecher vom Verteidigungsministerium, Michael Bauer, via Twitter.
Zustand kritisch
"Die beiden wurden erfolgreich reanimiert. Sie sind allerdings in einem kritischen Zustand. Zwei Notarzthubschrauber sind beim Unglücksort. Wir hoffen und beten", informiert Bauer weiter.
Eine der beiden Frauen wurde mit dem C3-Helikopter ins AKH Wien geflogen. Die zweite Verunglückte wurde mit dem C9 ins Wilhelminenspital gebracht.
Insgesamt waren drei Boote vom Bundesheer auf der Donau unterwegs. Eines war mit acht Personen besetzt, die anderen beiden mit jeweils neun – insgesamt befanden sich demnach 26 Mädchen bzw. junge Frauen in drei Booten. Zusätzlich befand sich noch ein Rettungsboot im Wasser.
Eines der mit neun Personen besetzten Boote ist gekentert. Sechs bis sieben Personen konnten sich selbst retten bzw. gerettet werden.
Welle führte wahrscheinlich zu Unglück
Die Ursache für den Unfall, der sich im Rahmen des Girls Camp ereignet hat, ist noch nicht ganz geklärt. Laut Bauer war das Boot, das von zwei dafür ausgebildeten Berufssoldaten gesteuert wurde, in eine Welle geraten. Diese sei ins Boot geschwappt, wodurch dieses langsam gesenkt und über die rechte Seite abgeglitten ist. Eine Untersuchungskommission wird den Fall überprüfen.
Weil die Feuerwehr in unmittelbarer Nähe ebenfalls eine Katastrophenübung hatte, waren die Einsatzkräfte so rasch vor Ort.
Wie Michael Bauer mitteilt, wurden die Boote im Jahr 2015 beschafft. Es waren alle mit Schwimmwesten ausgestattet.
Nach dem Bootsunfall äußerte sich nun auch Landeshauptfrau Johanna-Mikl Leitner. Sie lässt allen Einsatzkräften "ein von Herzen kommendes Dankeschön" ausrichten. Die rasche, professionelle Hilfe habe noch Schlimmeres verhindern können. "Ein derartiger Einsatz erfordert das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten. Einmal mehr haben die niederösterreichischen Blaulichtorganisationen unter Beweis gestellt, dass wir uns auf ihre Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft verlassen können."
An die geretteten Frauen richtet die Landeshauptfrau "die besten Genesungswünsche". "Unsere Gedanken gelten nun ihnen und ihren Familien", so Mikl-Leitner.
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(red)