Halle-Attentat mindestens seit Mai geplant

Der rechtsextreme Attentäter von Halle hat seine Tat offenbar seit Monaten geplant. Seine Vorbereitungen startete er kurz nach dem tödlichen Terroranschlag von Christchurch.
Jener Neonazi, der im ostdeutschen Halle zwei Menschen ermordete und dutzende weitere in einer Synagoge töten wollte, hat seine Tat offenbar seit mehreren Monaten vorbereitet.

Die vorläufige Auswertung der Geldbewegungen seines Sparkassen-Kontos haben demnach ergeben, dass er Teile des Zubehörs für seine Waffen im Internet kaufte und über seinen PayPal-Account bezahlte, berichtet die deutsche "Zeit".

Waffe teilweise aus 3D-Drucker

Unter anderem erwarb er im Mai Material für einen 3D-Drucker. Weitere Bestandteile, darunter Metallrohre, kaufte er auf dem Trödelmarkt. Im Juli schloss der Rechtsextreme dann den Vertrag für das Handy der Marke Samsung ab, mit dem er seine Taten filmte.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch Metallteile für seine selbstkonstruierte halbautomatische Waffe – eine sogenannte Luty-Gun – besorgte er sich für die Behörden unverdächtig im Baumarkt.

Vorbereitungen starteten nach Christchurch

Seine Vorbereitungen startete der Halle-Attentäter offenbar unmittelbar nach dem Terroranschlag von Christchurch im März. In der neuseeländischen Gemeinde hatte ein Australier mit einem Sturmgewehr in zwei Moscheen 51 Menschen erschossen – darunter auch mehrere Kinder.

Auch der Christchurch-Attentäter streamte seine Tat im Netz und bekannte sich zu rechtsextremen Verschwörungstheorien und Neonazi-Ideologie. Ihn wollte der Neonazi von Halle offenbar imitieren, das Ausmaß des Blutbades in Christchurch erreichte er zum Glück nicht.

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