Halloween-Randalierer sollen abgeschoben werden

Ein Polizeieinsatz in der Linzer Innenstadt, nachdem Jugendliche in der Halloween-Nacht auf Dienstag, 1. November 2022, auch mit pyrotechnischen Gegenständen für Unruhe gesorgt hatten. 
Ein Polizeieinsatz in der Linzer Innenstadt, nachdem Jugendliche in der Halloween-Nacht auf Dienstag, 1. November 2022, auch mit pyrotechnischen Gegenständen für Unruhe gesorgt hatten. FOTOKERSCHI.AT / APA / picturedesk.com
Nach der Linzer Krawallnacht will Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) knallhart durchgreifen. Auch über Abschiebungen nach Afghanistan denkt er nach. 

129 Verdächtige gibt es nach den Ausschreitungen in der Halloween-Nacht in der oberösterreichischen Hauptstadt Linz. Darunter: 35 Asylberechtigte und 5 Asylwerber. Innenminister Gerhard Karner will jetzt nun wieder "Menschen nach Syrien oder Afghanistan zurückbringen", wie er im Ö1-Morgenjournal betont. Natürlich nur in Regionen, in denen es möglich sei, dass sich Menschen dort aufhalten könnten, relativiert er. 

Der Linzer Anlassfall zeige, dass neue Maßnahmen notwendig seien. Denn gerade in der Krawallnacht seien auch viele Syrer und Afghanen dabei gewesen, so Karner.

Aus diesem Land kommen die meisten Verdächtigen

Freilich handelt es sich bei den Verdächtigen um eine gemischte Gruppe. Auch zwölf EU-Bürger, 24 Personen mit Daueraufenthaltstitel, sechs subsidiär Schutzberechtigte und 46 österreichische Staatsbürger zählen dazu. Unter den Herkunftsländern sind nach den Österreichern, von denen die Polizei bei 34 Migrationshintergrund angibt, Syrer mit 28 und Afghanen mit 14 am stärksten vertreten. Aber auch Serben, Kosovaren, Nordmazedonier, Rumänen, Thailänder und Bosnier beteiligten sich nach Behördenerkenntnissen an den Randalen.

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Der Minister erinnerte im Morgenjournal-Gespräch daran, dass es bereits Menschen aus den beiden Ländern gebe, die freiwillig aus Österreich in ihre Heimatländer zurückgereist seien und dass es unter möglichen Abschiebekandidaten auch Anhänger der dortigen Regimes gebe, denen keine Gefahr drohe.

Karner will Maßnahmen setzen

"Es kann nicht sein, dass junge Männer das System ausnützen", so Karner. Er habe daher die Asylbehörde angewiesen, eine Aberkennung des Schutzstatus einzuleiten sowie für eine "Außerlandesbringung" zu sorgen. Laut Karner stammen die Verdächtigen aus rund 20 Nationen. Basierend darauf wolle man jeden Einzelfall prüfen.

Mit wie vielen kurzfristigen Abschiebungen er rechnet, wollte Karner im Gespräch mit Ö1 noch nicht sagen. In Linz findet heute jedenfalls ein Sicherheitsgipfel statt. 

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