Hamilton-Frust in Baku: "Weiß nicht, wo die Zeit ist"

Lewis Hamilton zeigt sich nach den Freitags-Trainings frustriert.
Lewis Hamilton zeigt sich nach den Freitags-Trainings frustriert.Imago Images
Was ist nur los mit Mercedes? In den Freitags-Trainings zum Großen Preis von Aserbaidschan fuhr das Weltmeister-Team nicht nur Red Bull hinterher. 

Ein Blick auf den Zeiten-Monitor ließ bei den "Silberpfeilen" die Alarmglocken schrillen. Serien-Weltmeister Lewis Hamilton war im zweiten Training auf dem Stadtkurs von Baku bloß auf den elften Rang gefahren, hatte auf Red-Bull-Ass Sergio Perez, der die Bestzeit aufgestellt hatte, 1,041 Sekunden aufgerissen.

Noch schlimmer erwischte es Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Finne kam über Rang 16 (+2,069) nicht hinaus. Ein Tag zum Vergessen für die "Silbernen". 

"Wir sind am Boden"

"Ehrlich: Ich hatte einen echt guten Tag, alles war sauber, ich habe alle Runden, die wir brauchen, zusammenbekommen, keine Fehler gemacht. Aber wir waren einfach langsam", zeigte sich der Brite nach der zweiten Trainingssitzung ratlos. "Da ist definitiv keine Zeit mehr drinnen, wir sind am Boden. Jeder wird sich jetzt den Kopf zerbrechen, um zu sehen, wie wir uns verbessern können", so der Serienweltmeister weiter. 

Mercedes wurde in Baku nicht nur von Red Bull abgehängt, Ferrari etablierte sich auf dem Stadtkurs als zweite Kraft, auch Alpine oder Alpha Tauri klassierte beide Boliden vor Hamilton. Trotz des gut zwei Kilometer langen Vollgas-Stücks vorbei an Start und Ziel scheinen die "Silberpfeile" auch in der aserbaidschanischen Hauptstadt nicht konkurrenzfähig zu sein. 

Frust am Funk

Das hatte Hamilton bereits im Training gemerkt, über Funk frustriert gewirkt. "Macht doch, was ihr glaubt, aber ich werde nicht schneller werden. Ich weiß nicht, wo die Zeit ist", so der Brite. 

"Ich habe gepusht und war am Limit, aber das Auto ist hier offenbar limitiert. Es gibt Stellen, auf denen wir schneller sein sollten, aber wir haben keinen Grip", erklärte der Siebenfach-Weltmeister weiter. Dem Rennstall steht wohl eine lange Nacht bevor. "Wir werden daran arbeiten, es ist nicht einfach, außerhalb der Top Ten klassiert zu sein, wo wir auf anderen Kursen doch eine gute Pace hatten. Von der Pace her haben wir eher einen Schritt zurück gemacht", schloss Hamilton. Das dritte Freie Training wird am Samstag zeigen, ob das Weltmeister-Team den Speed wieder gefunden hat.  

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