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Wer ist der Milliardär im verschollenen Titanic-U-Boot?

Am Sonntag brach der Kontakt zu einem U-Boot ab, das sich auf dem Weg zum Wrack der Titanic befand. An Bord war auch der Milliardär Hamish Harding.
20.06.2023, 08:46
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Seit dem späten Sonntagabend läuft im Nordatlantik die fieberhafte Suche nach einem vermissten U-Boot, das von Neufundland zum Wrack der Titanic unterwegs war. Da der Sauerstoff in der Kapsel nach Betreiberangaben für 96 Stunden reicht, "gehen wir davon aus, dass derzeit zwischen 70 und 96 Stunden verfügbar sind", sagte Kommandant John Mauger am Montagnachmittag (Ortszeit) in Boston.

Das ist Hamish Harding

Mittlerweile ist klar: An Bord des Touristen-Tauchbootes befanden sich fünf Personen, unter ihnen auch der britische Milliardär Hamish Harding. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne sowie eine Stieftochter und einen Stiefsohn. Laut "T-Online" ist er ausgebildeter Pilot, Taucher und Fallschirmspringer.

Der 58-Jährige ist laut dem britischen Newsportal BBC der Vorsitzende der Flugzeugfirma Action Aviation und mag allem Anschein nach ausgefallene Abenteuer. Er reiste bereits im vergangenen Jahr mit der "Blue Origin"-Rakete von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins All und hält drei Guinness-Weltrekorde. Darunter laut "Forbes Australia" die längste Aufenthaltsdauer am tiefsten Punkt des Meeres, dem Marianengraben. Außerdem war er schon mehrfach am Südpol. Am Sonntag schrieb Harding bei Instagram, dass die Reise wahrscheinlich die einzige bemannte Mission zur Titanic im Jahr 2023 sein werde, "aufgrund des schlimmsten Winters in Neufundland seit 40 Jahren".

"Die Besatzung des U-Boots besteht aus einigen legendären Forschern, von denen einige seit den 80er-Jahren mehr als 30 Tauchgänge zur Titanic unternommen haben", erklärte Harding auf Instagram.

So geht es weiter

Momentan gehe es darum, das Tauchboot an der Wasseroberfläche oder in der Tiefe des Ozeans aufzuspüren. Dafür werden mehrere Flugzeuge und Schiffe sowie Bojen mit Sonar an Bord eingesetzt, die Geräusche in einer Meerestiefe von bis zu knapp 4000 Metern erfassen können. Erst wenn der genaue Ort des Bootes klar ist, kann eine mögliche Rettung angegangen werden.

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