Mehrere Hundert Euro

Hammer-Strafe, weil er Bier am Praterstern ausschüttete

Ein Bier zur Jause wurde einem Wiener unlängst zum Verhängnis. Aufgrund seines Vergehens soll er nun richtig viel Geld bezahlen.

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Hammer-Strafe, weil er Bier am Praterstern ausschüttete
Ein Wiener wollte sich ein Bier zur Jause gönnen – kurz darauf wurde er von Polizisten angesprochen. Nun soll er mehrere Hundert Euro entrichten.
Leserreporter

Das Wiener Reinhaltegesetz kennt oft keine Gnade. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird beinhart abgestraft, manchmal auch mit einem Verlust in Höhe von mehreren Hundert Euro. Genauso ging es dem Wiener Bernhard (Name von der Redaktion geändert), der sich am Praterstern unlängst ein Bier zur Jause gönnte und es im Anschluss auf den Boden schüttete – ein folgenschwerer Fehler.

Ein Schluck Bier – schon war die Polizei da

Vor wenigen Wochen machte sich Bernhard gegen die Mittagszeit auf zum Praterstern. Das Wetter war herrlich und der Wiener hatte bereits großen Hunger. Aus diesen einfachen Gründen nahm er direkt vor dem Bahnhof Platz und packte seine Wurstsemmel und die Dose Bier aus, die er wenige Minuten zuvor gekauft hatte. Doch es dauerte nicht lange, bis ihn schließlich die Polizei ansprach.

"Ich habe gefühlt noch nicht einmal einen Schluck genommen, plötzlich stand bereits ein Beamter vor mir. Er teilte mir mit, dass es mir hier nicht erlaubt sei, Bier zu trinken. Beim Versuch, mir das Getränk aus der Hand zu reißen, kippte alles auf die Straße. Dann erhielt ich eine Anzeige", ärgert sich der Wiener.

Hohe Strafe – weil Bernhard sein Bier ausgeschüttet hat

Per Post erhielt er Wochen danach eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 75 Euro, weil er an besagtem Ort Bier trank. Am Praterstern ist der Konsum von Alkohol generell verboten. Doch Bernhard legte kurz darauf Berufung ein. Für einen Moment schien es auch so, als hätte er damit Erfolg gehabt. Denn im Anschluss wurde er darüber informiert, dass er statt 75 Euro lediglich 45 Euro bezahlen muss, plus 10 Euro Beitragskosten für das Strafverfahren. Kurz ging er davon aus, dass er sich zumindest 20 Euro gespart hätte. Doch er übersah einen weiteren Brief im Postkasten.

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In jenem Kuvert befand sich eine weitere Strafverfügung. Diese bezog sich allerdings nicht auf den Alkoholkonsum am Praterstern, sondern auf das Verschütten des Getränks und somit auf das Wiener Reinhaltegesetz. Diesmal machte die Strafe allerdings 200 (!) Euro aus: "Sie haben es zu verantworten, dass Sie eine Verunreinigung begangen haben, indem Sie Bier aus einer Dose auf den Boden geleert haben", hieß es im Schreiben. Bernhard war im Anschluss mehr als entsetzt. Insgesamt soll er nun 255 Euro Strafe bezahlen.

Der Wiener möchte Berufung einlegen

"Entschuldigung schon! Da geht es um ein paar Tropfen Bier, die auf dem Asphalt gelandet sind! Andere Schwerverbrecher kommen mit allem durch! Aber die Personen, die es eh schon schwer genug haben im Leben, müssen immer doppelt draufzahlen. Eine absolute Frechheit", ärgert sich der Wiener abschließend. Er möchte das nicht auf sich sitzen lassen. Er wird demnächst auch gegen die 200 Euro Strafe Berufung einlegen.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Ein Wiener wurde mit einer hohen Geldstrafe belegt, weil er versehentlich Bier verschüttet hat, was gegen das Wiener Reinhaltegesetz verstößt
    • Obwohl er zunächst 75 Euro zahlen sollte, summieren sich die Strafen nun auf 255 Euro, was den Wiener verärgert und dazu veranlasst, Einspruch einzulegen
    red
    Akt.