Gefährliche Sicherheitslücke

Handy-Daten verraten US-Soldaten an Feinde

Das US-Militär hat eingestanden, dass Soldaten durch Standortdaten aus ihren Handys ins Visier genommen wurden. Die Problematik ist altbekannt.
Technik Heute
29.05.2026, 03:07
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Das Pentagon hat erstmals offiziell zugegeben, dass kommerziell verfügbare Standortdaten von Smartphones dazu benutzt werden, um Soldaten im Einsatzgebiet anzugreifen oder zu überwachen.

In einer Antwort auf eine Anfrage des demokratischen Senators Ron Wyden erklärte die für den Nahen Osten, Ostafrika und Zentralasien zuständige Teilstreitkraft, mehrere diesbezügliche Bedrohungsmeldungen erhalten zu haben.

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Wie heise.de berichtet, ist das United States Central Command (CENTCOM) unter anderem für jene Truppen verantwortlich, die die Angriffe gegen den Iran führen. Aus der Antwort geht allerdings nicht hervor, um welche Bedrohung es sich genau handelt.

Senator kritisiert Pentagon scharf

Wyden befürchtet, dass Feinde die Standortdaten nutzen könnten, um Aufenthaltsorte und Bewegungsmuster von US-Truppen zu ermitteln und gezielte Angriffe mit Raketen, Drohnen oder Bomben durchzuführen.

"Das ist eine direkte Folge des Versäumnisses der Führung des Verteidigungsministeriums, dieser Bedrohung Priorität einzuräumen", kritisiert der Senator. Das Pentagon wisse seit mindestens zehn Jahren um die Gefahr.

Werbe-IDs machen Tracking möglich

Die Problematik liegt in den sogenannten Werbe-IDs der Smartphones. Diese eigentlich für personalisierte Werbung gedachten Kennungen ermöglichen es, Bewegungen über Tage, Wochen oder sogar Jahre zu verfolgen.

Datenbroker verkaufen solche Informationen - zu den Kunden gehören auch Regierungen. Wyden fordert, dass die zugrundeliegende Datensammlung auf Geräten von US-Militärs deaktiviert werden müsse.

So schützt du dich

Wer sich schützen will, kann bei Android ab Version 12 die Werbe-ID unter Einstellungen, Datenschutz, Werbung, Werbe-ID löschen, dauerhaft entfernen. Bei iPhones sollte unter Einstellungen, Datenschutz und Sicherheit, Tracking die Option "Apps erlauben, Tracking anzufordern" deaktiviert werden.

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