Kunden und Konzerne können aufatmen: Das Verkaufsverbot von Smartphones und Millionen weiterer Elektrogeräte ab 12. Juni wurde von der EU nur Wochen davor noch einmal abgewendet. Die EU-Kommission lenkte im Streit um Sicherheitsnormen ein. Sie erklärte, dass alle Produkte, die bisher in den Handel gelangt sind, auch weiterhin verkauft werden dürfen.
Aber auch für neue Produkte sollen "übergangsweise" die alten Bestimmungen gelten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Und die Elektrogerät-Hersteller können das Sicherheitslabel "CE" auch "über andere Wege" zertifizieren lassen. Das Einlenken kam spät, in nur wenigen Wochen hätten Millionen Elektrogeräte nicht mehr verkauft werden dürfen.
Verlängerung bisher abgelehnt
Hintergrund ist eine "neue" Richtlinie aus dem Jahr 2014m die eigentlich schon seit Juni 2016 hätte gelten sollen und deren Übergangsfrist am 12. Juni endet. Ziel ist es, die Funkverbindungen von Elektrogeräten zu harmonisieren - dazu fehlten aber ein Großteil der 215 nötigen Normen.
Demnach hätten weder alte noch neue Geräte verkauft werden dürfen. Eine Verlängerung der Übergangszeit hatte die EU-Kommission bisher aber trotz Kritik heftig abgelehnt. (rfi)