Hannelore Elsner konnte ORF-Dreh nicht beenden

Hannelore Elsner arbeitete bis zuletzt, schaffte es aber nicht mehr, ihren letzten Film fertigzustellen. Sie hätte eine Schwerkranke gespielt.
Es hätte eine Tragikomödie werden sollen. Erst am 27. März schickte der ORF die Jubelmeldung aus, dass die Dreharbeiten für "Lang lebe die Königin" in München und Umgebung begonnen hatten. Seit 12. März lief die Kamera, bis Mitte April hätte der Film im Kasten sein sollen. Doch Hannelore Elsners Gesundheit machte nicht mit. Am Ostersonntag verstarb eine der beliebtesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum mit 76 Jahren.

Regisseur und Grimme-Preisträger Richard Huber wollte Hannelore Elsner als Krebskranke für ORF, BR und ARD in Szene setzen.

Schwerkranke Mutter

In "Lang lebe die Königin" war Elsner die Mutter Rose, die dringend eine Spenderniere braucht. Ihre Tochter Nina (Marlene Morreis) wünscht sich ihre Anerkennung, doch es ist Roses Lebenspartner Werner (Günther Maria Halmer), der als Spender einspringt.

CommentCreated with Sketch.5 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Sie drehte, bis es nicht mehr ging

Elsner soll laut der Münchner Zeitung "tz" bis zur Einlieferung ins Spital in München gedreht haben. Sie hoffte, noch einmal entlassen zu werden, um den Dreh abzuschließen.



Unter falschem Namen im Spital

Kaum jemand wusste, wie schlecht es um Elsner stand. Im Spital führte man sie unter falschem Namen, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Einen Monat vor ihrem Tod lächelte sie noch bei der Premiere ihres Films "Kirschblüten und Dämonen" an der Seite von Elmar Wepper (Fotoshow oben). Und auch beim ersten Produktionsfoto für "Lang lebe die Königin" (rechts), kennt man dem Vollprofi, der in über 200 TV- und Kinofilmen mitarbeitete, ihre Krankheit nicht an. (lam)



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