Happy End in Wien für armen Hund "Mentes"

Der Mischling wurde in Ungarn misshandelt, der Wiener Tierschutzverein päppelte ihn wieder auf.

"Ein großes Happy End für unseren 'Mentes'", freut sich Oliver Bayer, Sprecher des Wiener Tierschutzvereins. Der Staffordshire-Faltenhund-Mischling fand nach 15 Monaten im Tierschutzhaus nun ein neues Zuhause. "Bei ihm und seinem neuen Herrchen hat es sofort gepasst."

Das Schicksal von "Mentes" bewegte tierliebe Menschen. Mit Wunden übersät, wurde der Vierbeiner in einer Hütte in Ungarn gefunden. Der Verdacht liegt nahe, dass ihm seine Verletzungen bei Hundekämpfen zugefügt worden sind. Vermutlich war es sein sanftes Wesen, dass "Mentes" für diesen Zweck "unbrauchbar" machte, in der Hütte wurde er schließlich entsorgt.

Lokale Tierschützer entdeckten den schwer verletzten Hund und brachten ihn zur Aufnahme und Behandlung in ein örtliches Tierheim. Die Wunden heilten, zurück bleiben Narben. Seit Jahren kooperiert der Wiener Tierschutzverein mit ausgewählten Tierheimen in benachbarten Ländern, die modernen europäischen Tierschutz praktizieren und von der Tötung von Tierheimtieren, die leider in osteuropäischen Ländern noch tagtäglich passiert, Abstand nehmen. Der WTV nimmt sich in diesem Zusammenhang regelmäßig Fällen an, bei denen die Möglichkeiten der Verpflegung, medizinischen Versorgung und artgerechten Beschäftigung vor Ort nicht ausreichen. So gelangte auch "Mentes" in den WTV.

Der Hund faszinierte die WTV-Belegschaft vom ersten Tag an und avancierte schnell zum Liebling des Teams, der Spender und Besucher. Denn wie durch ein Wunder behielt dieses Tier trotz seines grausamen Schicksals seine Liebe zu Menschen. Innerhalb kürzester Zeit lebte er sich gut ein und genoss jede einzelne Streicheleinheit. Seine Betreuungspaten schloss er sofort ins Herz und das Training mit dem WTV-Fachpersonal machte ihm Spaß. Zusätzlich absolvierte er die Ausbildung zum WTV-Besuchstier.

Der WTV hat es sich zur Mission gemacht, scheinbar chancenlosen Hunden eine zweite Chance zu geben. Das Erlernen von Vertrauen, das Meistern von Alltagssituationen und die kognitive Auslastung durch Training und Spiel sind entscheidende Faktoren, wenn es um die zukünftigen Vermittlungschancen eines Hundes geht. Aktuell nehmen rund 70 Hunde am Langsitzer-Programm im WTV teil. Der WTV ist dabei auf die Hilfe tierlieber Menschen angewiesen, denn nur durch Spenden kann diese Mission verfolgt werden. Der WTV freut sich auf Unterstützung mittels Online-Spende auf der Homepage.

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