Vilimsky legt im Juncker-Streit nach

FPÖ-Geschäftsführer Harald Vilimsky.
FPÖ-Geschäftsführer Harald Vilimsky.Bild: picturedesk.com/APA
FPÖ-Generalsekretär Vilimskys Kritik am "torkelnden" Juncker hat ihm jede Menge Empörung eingebracht. Jetzt hat er noch mehr zu sagen.
FPÖ-Generalsekretär und Europaabgeordneter Harald Vilimsky hat am Samstag nachgelegt und seine Rücktrittsaufforderung an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker abermals bekräftigt. Zur Erinnerung: Vilimsky ist der Ansicht, dass Juncker beim NATO-Gipfel am Mittwoch betrunken war. Die offizielle Version: Juncker leidet nach einem Autounfall vor 30 Jahren an Ischiasschmerzen, es ging ihm an diesem Tag nicht gut.

"Da aktuell zahlreiche EU-freundliche Medien und Politiker pfeilgenau medizinisch diagnostizieren, Jean Claude Juncker leide nur an Ischias und all die früheren Berichte über sein vermeintliches Alkoholproblem waren wie immer nur die übliche Anti-EU-Propaganda, habe ich mich als Laie in die Symptome von Ischias-Problemen etwas eingelesen", feuert Vilimsky in einem Facebook-Posting zurück. "Derartige Auffälligkeiten und fröhliche Verhaltensmuster habe ich dabei allerdings nicht gefunden. Aber man lernt ja nie aus." Er verlinkte einen Video-Zusammenschnitt skurriler Situationen mit Juncker.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Vilimsky fügt hinzu: "Im Ernst: Als Kommissionspräsident sollte man besondere Verantwortung haben und unterliegt auch einer überdurchschnittlich hohen kritischen Beurteilung."



Kritik an Vilimsky

Diese Aussagen sorgen in der europäischen Politik für Empörung. Aus Sicht des Kommissionssprechers Margaritis Schinas sei es "geschmacklos" Junckers Schmerzen auszunutzen und über ein Alkoholproblem zu spekulieren.

Entschuldigung gefordert

Auch EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn wies Vilimsky zurecht: "Das Verächtlichmachen von offensichtlich akuten Gesundheitsproblemen ist ein inakzeptabler Verstoß gegen einen respektvollen Umgang mit Menschen, der auch für die politische Debatte zu gelten hat", sagt er. "Eine Entschuldigung von Herrn Vilimsky ist das Mindeste, was man erwarten muss."

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