Oberösterreich

Harter Lockdown in OÖ – was jetzt auf uns zukommt

Es wird eine knallharte Vorweihnachtszeit. Ab Montag geht Oberösterreich in den Lockdown. Das steht jetzt bevor - die Infos aus der Pressekonferenz.

Armin Bach
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Seit Montag kontrolliert die Polizei bereits den Lockdown für Ungeimpfte.
Seit Montag kontrolliert die Polizei bereits den Lockdown für Ungeimpfte.
Team fotokerschi.at

"Wenn es zu keinem bundesweiten Lockdown kommt, werden OÖ und Salzburg ab nächster Woche in einen mehrwöchigen Lockdown gehen", so Landeshauptmann Thomas Stelzer Donnerstagvormittag.

"Wir leben jetzt schon in Oberösterreich mit sehr einschneidenden Maßnahmen (2G), dennoch reichen all diese Maßnahmen nicht. Der Zuwachs bei den Neuinfektionen ist zu hoch", sagte Stelzer bei einer Pressekonferenz am Abend, bei der er den Lockdown offiziell verkündete.

"Es ist eine Ausgangsbeschränkung für alle", so Stelzer.

 Und weiter: "Es wird ein harter Lockdown, wie wir ihn bundesweit in der Vergangenheit schon hatten", präzisierte er. 

Doch: Was bedeutet das genau für uns? Was kommt in der Vorweihnachtszeit auf uns zu?

Und wie lange dauert der Lockdown? "Niemand kann einen Schlusspunkt für diesen Lockdown nennen. Wir wollen aber bis spätestens 17. Dezember Klarheit haben, wie es weitergeht", so Stelzer. Denn man müsse den Menschen vor Weihnachten sagen, wie es weitergeht. 

Und was gilt jetzt ab Montag? Das alles:

➤ Ausgangsbeschränkungen: Rund um die Uhr dürfen wir den eigenen Wohnbereich nur verlassen, um in die Arbeit zu kommen oder Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen (sprich: in den Supermarkt zu gehen). Auch erlaubt sind Spaziergänge und natürlich Arztbesuche.

Handel geschlossen: Die Geschäfte bleiben geschlossen, "Click & Collect" ist möglich (sprich: Waren dürfen nach Vorbestellung abgeholt werden). Ausnahmen sind neben Supermärkten auch Drogerien, Apotheken, Tankstellen.

Gastronomie und Hotellerie geschlossen: Es ist wieder der Super-Gau für den Wintertourismus. Hotels sind zu, Wirtshäuser dürfen Take-away und Lieferdienste anbieten.

Friseure geschlossen: Auch zum Haareschneiden dürfen wir nicht. Generell sind keine körpernahen Dienstleistungen erlaubt.

Kontaktbeschränkungen: Wie letzten Winter darf sich ein Haushalt nur mit einer Einzelperson aus einem anderen Haushalt treffen. Heißt: Die Oma darf zwar zu den Kindern und Enkeln kommen, der Opa aber zeitgleich nicht.

 Und was passiert mit Kindergärten und Schulen?

Die Schulen sollen offen bleiben. Wenn allerdings jemand befürchtet, dass sich seine Kinder anstecken könnten, kann er diese daheim lassen, sie gelten als entschuldigt und bekommen die Arbeitsunterlagen nach Hause. Es soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Kinder online am Unterricht teilnehmen können.

"Aber ich appelliere, dass nur jene die Kinder in die Schule schicken, die wirklich keine anderen Möglichkeiten haben", sagt Stelzer aber auch. Die Kindergärten werden, wie letzten Winter, für die Betreuung offen bleiben. "Ich bitte die Eltern, sich zu überlegen, ob sie wirklich Betreuungsbedarf haben", so LH-Vize Christine Haberlander. Die Fachhochschulen und auch die Uni Linz gehen ab Montag generell ins Distance-Learning.

Impfen im Mittelpunkt

"Wir werden alles tun müssen, um die 80-Prozent-Hürde bei den Impfungen zu erreichen", betont der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). "Man muss diesen Lockdown deshalb nutzen, um den absoluten Schwerpunkt auf das Impfen zu setzen", erklärt er weiter. In Linz können deshalb schon bald Kinder unter 12 Jahre geimpft werden.

 Und noch etwas stellt er klar: "Unser aller Ziel muss es nun sein, dass wir ein Weihnachten ohne Lockdown feiern können. Und das gelingt nur, wenn alle mitmachen."

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