Ministerin holt Vera Russwurm ins Team

Die langjährige TV-Moderatorin Vera Russwurm wirbt für die Regierung für mehr Bewegung im Alltag.
Die langjährige TV-Moderatorin Vera Russwurm wirbt für die Regierung für mehr Bewegung im Alltag.Bild: ORF
Im Rahmen der Kampagne "Mach den ersten Schritt" soll die TV-Moderatorin für gesunde Verhaltensweisen im Alltag werben.

Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) hat am Sonntag in der ORF-Pressestunde die Beteiligung von TV-Moderatorin Vera Russwurm und Fitness-Coach Gernot Schweizer an der Kampagne "Mach den ersten Schritt" angekündigt. Russwurm – "Sie ist Ärztin, sie hat Vorbildfunktion" – werde als Gesundheitskoordinatorin für mehr Bewegung im Alltag werben. Schweizer, der unter anderem Ski-Star Marcel Hirscher betreut, habe FP-Vizekanzler Heinz-Christian Strache als Sportkoordinator gewinnen können, so Hartinger-Klein.

Keine Impfpflicht, Anspruch auf Papa-Monat kommt

Eine nach der jüngsten Anhäufung von Masernerkrankungen ins Gespräch gebrachte Impfpflicht lehnte Hartinger-Klein ab, sie wolle durch mehr Aufklärung die Durchimpfungsrate erhöhen. Änderungen solle es dafür bei der Väterkarenz geben: So rasch wie möglich werde man einen Rechtsanspruch auf den sogenannten "Papa-Monat" schaffen.

Pflegegeld ab Stufe 3 erhöht

Bereits mit dem Koalitionspartner abgesprochen sei außerdem eine Erhöhung des Pflegegelds schon ab Stufe 3, die Stufen 1 und 2 werde man sich noch anschauen, "das hängt natürlich auch von dem Finanzminister ab". Ob die Pflege künftig über Versicherung oder Steuern – oder ein anderes Modell – finanziert werden kann, dazu habe man eine Studie in Auftrag gegeben. Erhebungen laufen laut der Ressortchefin zudem darüber, wie mit dem Thema Ärztemangel umgegangen werden kann und welche Anreize vor allem im ländlichen Bereich geschaffen werden können.





"Bin die Wärme"

Bei der Reform der Mindestsicherung werde es noch Feinschliff brauchen, es handle sich aber eher um Kleinigkeiten. Man habe die in der Begutachtungsfrist eingetroffene Kritik ernstgenommen, Änderungen könne es bei Häftlingen und Wohngemeinschaften für Behinderte geben. Vorwürfen der "sozialen Kälte", wie sie Kritiker an die Regierung richten, hielt Hartinger-Klein entgegen: "Ich muss nicht Wärme ausstrahlen. Ich bin die Wärme, weil mir die Menschen wichtig sind." (red)

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