Ex-FPÖ-Politiker muss wegen Hassposting in Kurs

Wegen des "Glock 30"-Kommentars stand der Ex-FPÖ-Politiker in Steyr vor Gericht.
Wegen des "Glock 30"-Kommentars stand der Ex-FPÖ-Politiker in Steyr vor Gericht.Bild: picturedesk.com/FPÖ Fails
Wegen eines Hass-Postings auf Facebook stand jetzt ein inzwischen zurückgetretener FPÖ-Politiker vor Gericht. Er muss jetzt einen Anti-Hass-Kurs machen.
Es war ein Facebook-Kommentar mitten in der Nacht, das dem damaligen Gemeinderat M. H. (45) die politische Karriere ruinierte. Und weswegen er jetzt vor Gericht stand.

Unter dem Posting "Gegen die aus fernen Länder mit Schiffen zu uns gereisten Malaria Gelsen gibt es ein wirksames Mittel! Glock 20!" kommentierte er "Glock 30... Smiley" (wir berichteten).

Die Facebook-Seite "FPÖ Fails" machte das Hassposting des FPÖ-Politikers öffentlich. M. H., Amtsdirektor im Innenministerium, trat daraufhin von allen seinen politischen Ämtern zurück – und aus der freiheitlichen Partei aus.

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Posting sei nur "Korrektur" gewesen



Jetzt musste er sich für das Posting vor dem Landesgericht Steyr verantworten. Vor Gericht meinte H., das Posting sei quasi nur eine Korrektur gewesen. "Ich habe auf die Waffe bezogen gemeint, eine Glock 30 ist besser", sagte er, wie die OÖN berichten, vor Gericht.

Allerdings wertete das der Richter anders. Er glaubte ihm nicht.

Der Prozess endete schließlich mit einer Diversion. M. H. muss beim Verein "Neustart" einen Anti-Hass-Kurs ("Dialog statt Hass") absolvieren.

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