Politik

Hass-Postings: BVT prüft auch bei Gadenstätter

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:25

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung untersucht mittlerweile auch allfällige Hass-Postings gegen die ORF-Moderatorin Lisa Gadenstätter wegen möglicher Verhetzung. Aktuell ermitteln die Verfassungsschützer schon wegen Kommentaren gegen ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz und SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Der Verfassungsschutz ist in Absprache mit der Staatsanwaltschaft aktiv.

Gadenstätter war nach einer mit UETD-Chef Abdurrahman Karayazili vergangenen Freitag wüsten Schmähungen von Anhängern der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (diese hatte eine Anti-Israel-Demo veranstaltet) ausgesetzt. Diese Hass-Postings auf der Facebook-Seite Karayazilis sind nun laut "Österreich" Gegenstand der Ermittlungen, aber auch mutmaßliche Relativierungen des Holocaust, die dort immer wieder gepostet würden.

Das sind nicht die einzigen Facebook-Aktivitäten, die die Exekutive beschäftigen: Auch Postings nach einem Nahost-Friedensappell von wird nachgegangen.

Für "Heute" hat Unique Research 500 Wähler dazu befragt


45 Prozent sehen Antisemitismus als Problem muslimischer Bevölkerungsgruppen. Jeder Dritte ortet Judenfeindlichkeit anderswo.
Dass der türkische Premier und seine Funktionäre in Österreich Antisemitismus unter Hunderttausenden Muslimen schüren, ist für eine Mehrheit von 59 Prozent evident. Nur 17 Prozent finden, dass Erdogan nicht hetzt.
Demonstrationen gegen Israel werden von einer Mehrheit abgelehnt. Nur 31 Prozent finden sie gerechtfertigt. Zugleich werden sie von jedem Zweiten (51 Prozent) als "friedlich" wahrgenommen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen