Hassprediger Pierre Vogel durfte doch auftreten

Pierre Vogel, der bekannteste Salafisten-Prediger Deutschlands, durfte am Sonntag doch in Bremen auftreten. Die Stadtverwaltung hatte die Kundgebung des bekannten Fundamentalisten mit seinem Glaubensbruder Sven Lau zuvor untersagt. Ein Gericht kippte das Auftrittsverbot, nachdem der Veranstalter Klage erhoben hatte.

Rund 350 Zuhörer kamen zur Kundgebung des in Deutschland bekannten Hasspredigers vor dem Überseemuseum in Bremen. Ein großes Polizei-Aufgebot überwachte die Veranstaltung. Gemeinsam mit Vogel trat auch der radikale Salafist Sven Lau auf. Dieser war im Februar wegen des Verdachts des Anwerbens von Kämpfern für Syrien im südlichen Bundesland Baden-Württemberg festgenommen und erst vor wenigen Tagen wieder freigelassen worden.

Gericht ließ Kundgebung zu

Ein Gericht hatte die Veranstaltung in letzter Minute doch zugelassen, nachdem die Stadt Bremen diese untersagt hatte. Laut SPD-Innensenator Ulrich Mäurer sollte den radikalen Fundamentalisten in Bremen "kein Forum" für Propaganda geboten werden, wie dieser .

Das Gericht hob das Verbot jedoch auf. Grund: Die bisherigen Äußerungen von Pierre Vogel und Sven Lau würden keinen Straftatbestand erfüllen und fallen somit unter die Meinungsfreiheit.

In Bremen soll es laut "Weserkurier" derzeit rund 360 Salafisten geben, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

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