Hat Kurz bei Paris-Besuch einen SPÖ-Spion an Bord?

"Blinder Passagier" im Linienflieger nach Paris: Ex-SP-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter saß im gleichen Flieger wie der Bundeskanzler.
"Blinder Passagier" im Linienflieger nach Paris: Ex-SP-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter saß im gleichen Flieger wie der Bundeskanzler.Bild: Jakob Glaser/Privat
Geheimklausur, Umweg über München und dann auch noch ein "blinder Passagier" an Bord. Der Kanzler-Besuch in Paris startet spannend.
Bundeskanzler Sebastian Kurz besucht heute den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. Da Kurz in den letzten Tagen an einer VP-Geheimklausur im oberösterreichischen Kurort Bad Ischl teilgenommen hatte, flog er nicht über Wien, sondern via München in die französische Hauptstadt.

Dafür saß Ex-SP-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter im morgendlichen Airbus A320 nach Paris. Ob er den Bundeskanzler beaufsichtigen werde? Ein linker Geheimagent im Einsatz?

"Nein", lacht Matznetter. Er nehme in Paris an einem Seminar teil, sagt der ehemalige rote Parteimanager. "Mein Flug war schon lange geplant". Dafür hat Matznetter Ratschläge für die mitreisenden Journalisten parat: "Fragt doch Kurz, wo es Übereinstimmungen mit Macron gibt".

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Heute" bedankte sich für den originellen Tipp, und gemeinsam flog man Paris entgegen.

Laut offizieller Mitteilung will Kurz mit Macron über den österreichischen EU-Ratsvorsitz sprechen. Weitere Themen sollen Migration, die Sicherung der EU-Außengrenzen und die Finanzierung der Union nach dem Brexit sein.

Das ist reichlich Gesprächsstoff für das geplante halbstündige Treffen im Élysée-Palast. Auch über die Aussage seines Innenministers Herbert Kickl wird wohl gesprochen werden. Kickl will Flüchtlinge in Zentren "konzentrieren", für diese Wortwahl hagelt es auch international Kritik.

Interessant ist, dass Kurz seinen ersten offiziellen Besuch in Frankreich und nicht in Deutschland absolviert. Der 40-jährige Macron gilt als große Hoffnung der EU. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel muss noch warten, bis Kurz sie Ende Jänner in Berlin besucht.

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