Häupl und Strache legen nun zu

Bild: Helmut Graf
Am 11. Oktober wählt Wien. Die aktuelle "Heute"-Umfrage exakt einen Monat davor zeigt: Der Wahlkampf wird endgültig zum Duell Häupl gegen Strache. Und: Jeder Fünfte ist noch unentschlossen.
Am 11. Oktober wählt Wien. Die aktuelle "Heute"-Umfrage exakt einen Monat davor zeigt: Der wird endgültig zum Duell Häupl gegen Strache. Und: Jeder Fünfte ist noch unentschlossen.

36 Prozent für Rot, 32 Prozent für Blau: Mit dieser Ausgangsposition starten SPÖ und FPÖ in die heiße Phase des Wahlkampfs. Für Bürgermeister Häupl wäre das ein Minus von 8,3 % im Vergleich zur Wahl 2010, Strache würde 6,2% zulegen, zeigt die neueste Umfrage von Unique Research für "Heute" (500Befragte nur in Wien). Bei der letzten Umfrage im Juni kam Häupl auf 35%, Strache auf 30%.

Während die Grünen leicht zulegen können, fällt die ÖVP mit Spitzenkandidat Juraczka unter die Zehn-Prozent-Marke, matcht sich mit den Neos (acht Prozent beim erstmaligen Antreten) um Platz vier. Weit besser als seine Partei steht Häupl selbst da. Bei einer Direktwahl würden ihn 43 Prozent im Amt bestätigen. Strache käme nur auf 19 Prozent. Überraschend: Die Grüne Vizebürgermeisterin Vassilakou erreicht bei dieser Frage gerade einmal sechs Prozent.

"Im Vergleich zum Juni legen die großen Kontrahenten SPÖ und FPÖ leicht zu", so Peter Hajek von Unique Research. "Der SP-Zuwachs könnte auf die solidarische Stimmung in der Bevölkerung beim Thema Flüchtlinge zurückzuführen sein." Gretchenfrage für Hajek: "Hält diese Stimmung bis zum Wahltag?"

Asyl ist weiter dominierendes Polit-Thema

Wien erlebt einen Flüchtlings-Wahlkampf. Die Themen, die unter den Nägeln brennen, sind weiter Asyl (Platz 1) und Ausländer (Platz 2), erst dann folgen Arbeitsplätze. Überraschend wenig Bedeutung haben Kriminalität oder Umweltschutz. "Besonders das Thema Flüchtlinge polarisiert sehr, ist es doch für alle Parteiwähler in unterschiedlicher politischer Prägung wichtig", so Peter Hajek von Unique Research.
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