Häupl will "schonungslose Aufklärung" aller Vorwürfe

Nach dem Skandal rund um "Dirty Campaigning" gegen Sebastian Kurz, meldet sich nun der Wiener Bürgermeister zu Wort.

Der Chef der Wiener SPÖ glaubt nicht, dass die Parteispitze bis hin zum am Samstag zurückgetretenen Wahlkampleiter Georg Niedermühlbichler irgendetwas über die falschen Facebookauftritte und die Tätigkeiten des EX-SPÖ-Beraters Tal Silberstein gewusst habe. Häupl fordert deshalb lückenlose Aufklärung.

"Tal Silberstein ist eine höchst unerfreuliche Erscheinung", so der Bürgermeister, "und umso mehr bin ich jetzt der Auffassung, was ich immer schon sagte: Alles offen legen, ganz schonungslos".

Viele Fragen

Nach dem Auffliegen der für die SPÖ und Bundeskanzler Kern kurz vor der Wahl nicht unbedingt förderlichen Causa bleiben für Häupl allerdings einige Fragen unbeantwortet. Unter anderem wäre da die Frage , wer die weiteren Tätigkeiten von Tal Silberstein bezahlt hat, nachdem dessen Vertrag gekündigt worden war? Weiters möchte Häupl wissen, wer aller involviert war bzw. davon Kenntnis hatte.

"Woher weiß Minister Kurz, dass dort zwölf Leute angestellt worden sind? Ich wusste das nicht", wird der Wiener Bürgermeister auf ORF.at zitiert. Falls die Task Force bei der Aufklärung nicht vorankommt, könnte sich Häupl auch einen Einsatz der Staatsanwaltschaft vorstellen.

Die Chance lebt

Trotz des großen Dämpfers im Endspurt kurz vor Nationalratswahl kann sich der Wiener SPÖ-Chef dennoch vorstellen, am 15. Oktober als Sieger hervorgehen. "Die Chance lebt. Weil das Eine ist, was da irgendein Mensch angerichtet hat, das Andere ist aber die Zukunft Österreichs". (baf)

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