Niederösterreich

Haus drohte beim Löschen über Feuerwehr einzustürzen

Dichter Rauch zog sich am Samstag durch Wr. Neustadt. In einem Haus in der Purgleitnergasse war aus noch unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen.
21.06.2020, 10:26

Mehrere Notrufe gingen am Samstag kurz vor 16 Uhr bei der Feuerwehr ein. In der Purgleitnergasse in Wr. Neustadt brannte ein unbewohntes Haus. Vor Ort fanden die eintreffenden Feuerwehrleute den Zugang zum Grundstück versperrt vor, mussten sich mit einer Säge gewaltsam Zutritt verschaffen.

Den ersten Atemschutztrupps schlugen dann bereits Flammen aus dem Erdgeschoss entgegen. Die enorme Verrauchung wurde durch den Wind noch problematischer. So drangen dichte Rauchschwaden entlang der Purgleitnergasse bis zum Babenbergerring.

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Schaulustige störte giftiger Rauch nicht

Einige Schaulustige mussten von der Exekutive darauf aufmerksam gemacht werden, dass der giftige Rauch für sie schädlich ist. Der Aufforderung der Polizei, aus dem Gefahrenbereich zu gehen, wurde Folge geleistet.

"Wir begannen mit Löschmaßnahmen von außen und innen gleichzeitig. Durch diesen umfassenden Einsatz konnten wir das Feuer im Erdgeschoss rasch niederschlagen. Allerdings wurde durch die im Haus gelagerten Gegenstände das Vorrücken erschwert", so Einsatzleiter Christian Pfeiffer.

Kinder im Gebäude?

Als die Meldung durch die Exekutive kam, dass am Gelände immer wieder spielende Kinder beobachtet wurden, wurde unverzüglich gehandelt: "Wir haben sofort weitere Atemschutztrupps zur Suche in das verwinkelte Gebäude entsandt."

Im Inneren bemerkten die Florianis dann aber einen Riss zwischen Decke und Außenwand, es herrschte deshalb akute Einsturzgefahr. So wurden Sucharbeiten auf einen Trupp reduziert, alle anderen Aktivitäten im Inneren des Gebäudes wurden aus Sicherheitsgründen auf ein Minimum beschränkt.

Schlussendlich konnte Entwarnung gegeben und gelöscht werden. "Ich bin froh, dass keine Kinder im Gebäude waren und dass der Einsatz ohne Personenschaden abgewickelt werden konnte. Die Mannschaft hat hervorragende Arbeit geleistet und der Einsatz lief lehrbuchmäßig ab", so Pfeiffer. Die Exekutive übernahm die Brandursachenermittlung.