Haus-Explosion: Jetzt ermittelt Staatsanwalt

Das Unglück von Mittwochfrüh wird zum Krimi: Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung gegen Unbekannt.

Es ist paradox: Ausgerechnet jene dreiköpfige Familie, die einen inaktiven Gasanschluss hatte, wurde Opfer der Explosion in der kleinen, neueren Siedlung in der Hollabrunner Katastralgemeinde Aspersdorf.

Laut Ermittlern sei von einem Leck in einer Leitung unter dem Asphalt im Einfahrtsbereich des 2011 gebauten Objektes auszugehen. Ein über die Leitung geschweißter Endverschluss dürfte – vermutlich durch mechanischen Einfluss – beschädigt worden sein. Das Gas sickerte so durch.

Keine Lebensgefahr

Wie berichtet, waren Bewohnerin Silvia S. (37) und ihr Hund schwer verletzt worden, der Lebensgefährte (39) und der Sohn (6) waren zum Zeitpunkt des Unglückes nicht daheim.

„Die Patientin wird intensivmedizinisch betreut, ist aber nicht in akuter Lebensgefahr", so eine Sprecherin des Wiener AKH.

Dichtheitsproben durchgeführt

Laut Staatsanwalt Friedrich Köhl laufen nun die Ermittlungen in alle Richtungen. War es ein Materialfehler? Kam es bei Baggerarbeiten zu Beschädigungen? Am Donnerstag wurden Dichtheitsproben durchgeführt, sie waren spät abends noch im Gange.

Wegen der Sperre des Leitungsnetzes haben alle Haushalte mit Gasanschluss in der Siedlung kein Warmwasser. Laut EVN-Sprecher Stefan Stach gab es zum letzten Mal Ende 2016 eine Dichtheitsprobe: „Da war alles einwandfrei."

(wes, nit)

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