Hausmeister fand Leichnam im Stiegenhaus

In der ausgestreckten linken Hand hielt der ermordete Mann noch sein Handy. Doch die Stichverletzungen waren zu schwer. Er war in einem Hauseingang in der Brigittenau verblutet.

Blut- und Schleifspuren ziehen sich von der Durchlaufstraße in den Eingang des Hauses mit der Nr. 13. Drasko S., der in dem abgewohnten Zinshaus auch Reinigungsdienste durchführt, fand den Leblosen kurz nach Mitternacht. Er beschreibt den Toten als mit Jeans und Jacke gekleideten "normalen" Mann.

Großfahndung erfolglos

Laut Nachbarn eine Seltenheit in der tristen Gegend hinter Nordbahn und Millennium City. Im Haus selbst soll es Wohnungsprostitution geben, weshalb häufig Fremde da seien. Auch würden regelmäßig Spritzen von Drogensüchtigen am Gang herumliegen. Der Großteil der von der Post zugestellten Briefe kommt vom Gericht. Die von Drasko S. alarmierte Polizei leitete sofort eine Großfahndung mit Hubschrauber ein – erfolglos.

Kriminalisten werten nun Tatortspuren aus. Das Mordwerkzeug dürfte ein spitzer Gegenstand, vermutlich ein Messer, gewesen sein. Darauf deuten die Stichverletzungen am Oberkörper des Opfers hin.

Schreie in der Tatnacht

Lautstarken Ärger gab es im Haus häufig, Anwesende, wie der Jugendliche J. oder Lutfi K., berichteten "Heute" von Schreien in der Tatnacht, die aus dem Müllraum zu hören waren. Der Tote selbst wohnte aber nicht vor Ort, seine Identität ist mangels mitgeführter Personaldokumente ungeklärt. Mittwochvormittag wurden die letzten Blutlachen aufgewischt. Die meisten Nachbarn zeigen sich ob des Vorfalls gelassen. Erst im Juli hatte ein Hausbewohner seinem Schwiegersohn eine Nagelschere in die Brust gerammt …

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