Ein Wiener (60) saß vor kurzem auf der Anklagebank am Wiener Landesgericht. Der ehemalige Mitarbeiter einer Hausverwaltung soll laut Anklage 90 Fahrräder von Mietern gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, Kellerabteile aufgebrochen zu haben.
Das sei gar nicht notwendig gewesen, entgegnete der Angeklagte. Er habe einen Zentralschlüssel für die beiden Häuser in Wien-Simmering und Landstraße gehabt. Damit sei er in die Fahrradräume gelangt. Er habe dort aber nicht 90 sondern "nur" 44 Räder mitgenommen, darunter auch fünf hochpreisige Bikes im Wert von je 1.500 Euro.
Der Gesamtschaden beträgt über 20.000 Euro. Nur von Kinderrädern und E-Bikes will er laut "Krone" die Finger gelassen haben. Letztere haben einen GPS-Tracker, sind nur schwer zu verkaufen. Das rechtskräfige Urteil: 21 Monate teilbedingt – der 60-Jährige muss davon sieben Monate im Gefängnis absitzen.