Streunerhund Johnny aus Sofia hat ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk bekommen, das ihm wahrscheinlich das Leben rettete. Er hatte eine riesige Wunde am Rücken, in einer Tierklinik bekam das Tier eine Hauttransplantation von einem extra angereisten Spezialisten.
Erschreckend sieht die riesige Wunde auf dem Rücken des Streunerhundes Johnny aus. Da fehlt ein großes Stück Haut. Johnny landete Ende Oktober in einer Tierklinik in Sofia, Bulgarien. Die Ärzte glauben, dass er sich die Verletzungen durch einen Kampf mit einem anderen Hund zugezogen hat.
Starke Schmerzen
Obwohl er liebevoll behandelt wurde, litt Johnny unter starken Schmerzen. "Wir haben alles in unserer Macht getan, um Johnny zu helfen, aber jedes Mal, wenn wir seine Verbände gewechselt haben, ist er zusammengezuckt, stand unter großem Stress und hatte starke Schmerzen. Uns war klar, dass seine Genesung Monate dauern würde", so Dr. Margarita Chankova, von der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Bulgarien.
Weihnachtsgeschenk
Eine Woche vor Weihnachten dann eine gute Nachricht: Der professionelle Wundmanager Dieter Ponweiser machte sich mit Spezialausrüstung auf den Weg nach Sofia. Johnny sollte mit einer neuartigen Operationsmethode behandelt werden. Den Eingriff überstand Johnny ohne Probleme. Nach dem Aufwachen "schien keine Schmerzen zu haben.", berichtete Dr. Chankova.
Erster Hund mit dieser OP-Methode
Johnny war der erste Hund der mit dieser neuartigen Methode operiert wurde. Im Prinzip werden dabei kleinste Hautteile aus den gesunden Stellen am Körper entnommen und an der verletzten Stelle eingesetzt. Dies wurde bisher nur an Menschen und Pferden versucht. Der Vorteil: Die Genesungsdauer ist wesentlich kürzer. Menschen müssen dabei nicht einmal narkotisiert werden.