Eurofighter über Zoo: Einige Tiere schwer verletzt

Zwei Eurofighter des Bundesheeres flogen am Freitagvormittag über Kernhof, mehrere Tiere des Weißen Zoos gerieten in Panik, und verletzten sich zum Teil schwer.

Der ohnedies von der Coronakrise gebeutelte Weiße Zoo im Bezirk Lilienfeld, musste jetzt den nächsten Tiefschlag durch einen Tiefflug einstecken: "Gegen 11 Uhr flogen zwei Flugzeuge des Bundesheeres über Kernhof. Die Maschinen zogen eine Kurve, ein Jet flog sehr tief, es war ein Riesenlärm", berichtete Senior-Direktor Herbert Eder.

In der Folge gerieten viele Tiere in Panik: Die Steinböcke sprangen gegen die Gitter, die Kängurus übersprangen die Gehege-Einfriedung, der Ameisenbär rannte in Angst gegen die Mauer, ebenso die Maras (Pampashasen). "Der Ameisenbär erlitt eine blutende Kopfwunde, die Kängurus mussten wir wieder einfangen. Es gibt mehrere, teils schwer verletzte, Tiere. Ich muss erst eine komplette Runde machen", so Herbert Eder weiter.

Übungsflug im Bezirk Lilienfeld

Der Zoodirektor rief beim Bundesheer an, ein zuständiger Oberst erklärte Herbert Eder: "Etwaige Schäden melden Sie dem niederösterreichischen Militärkommando." Herbert Eder konterte: "Das geht es doch nicht um den Fleischpreis. Viele der Tiere sind äußerst wertvoll."

Michael Bauer, Sprecher des Heeres, dazu: "Es war ein Übungsflug von zwei Eurofightern. Sie waren in der normalen Flughöhe, möglich dass einer ein wenig tiefer flog."

Wegen der Coronakrise hat der Weiße Zoo (bekannt auch als Kameltheater Kernhof) nicht geöffnet - mehr dazu lesen Sie hier.

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