Das "GNTM"-Finale stand heuer schon lange vor der Ausstrahlung unter keinem guten Stern. Erst wurde bekannt, dass das große Finale nicht live, sondern bereits Ende Februar in Los Angeles aufgezeichnet wurde – eine Entscheidung, die Heidi Klum laut Medienberichten gar nicht gefallen haben soll ("Heute" berichtete).
Dann platzte auch noch die nächste Panne hinein: Die Gewinner-Ausgabe der "Harper’s Bazaar" landete versehentlich schon vor dem Finale bei Magazin-Abonnenten und enthüllte damit offenbar frühzeitig die Sieger. Man kann sich nur ausmalen, wie sehr sich die 52-Jährige sowie die Sendungsverantwortlichen darüber geärgert haben müssen.
Innerhalb kürzester Zeit verbreiteten sich die Cover mit Ibo und Aurélie im Netz. ProSieben-Sprecher Christoph Körfer versuchte noch vor dem Finale gegenüber "Bild" zu beruhigen: "Es gibt viele Strategien von ProSieben und seinen Partnern, um Spekulationen anzuheizen. Das ist eine davon. Lassen Sie sich gerne überraschen, was am Donnerstag im #GNTMFinale passiert." Also alles Absicht oder wollte man hier eher gezielt versuchen, den Schaden irgendwie umzukehren?
Kurz darauf wollte auch unter anderem Finalist Tony den Eindruck erwecken, als wäre sein eigenes Sieger-Cover ebenfalls bereits veröffentlicht worden. Auf Instagram schrieb er unter anderem: "Vor ein paar Tagen wurde dieses mögliche Cover schon geleakt… und ehrlich: Allein so ein Magazin von @harpersbazaargermany in den Händen zu halten, fühlt sich komplett surreal an..."
Doch der Bluff half nichts – Tony flog direkt zu Beginn der Sendung raus und landete bei den Männern damit auf Platz 3. Am Ende bestätigte sich der Leak tatsächlich: Aurélie und Ibo holten den Sieg. Den Quoten schadete das aber offenbar kaum.
Laut "DWDL" erreichte das Finale zwar die niedrigste Reichweite aller Zeiten, dennoch legte die Show im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zu. Besonders in der Zielgruppe lief es stark: 20,6 Prozent Marktanteil bedeuteten sogar einen Jahresrekord für die Sendung.