Coronavirus

Heftige Kritik – Feuerwehr wurde im Impfplan vergessen

Die Feuerwehr kritisiert, dass ihre Organisation im Impfplan der Bundesregierung fehlt.
Heute Redaktion
05.02.2021, 13:36

Am 26. Dezember haben die Corona-Impfungen in Österreich begonnen. Nachdem es zu Beginn aufgrund Lieferengpässen nur schleppend voran ging, versprach Gesundheitsminister Rudolf Anschober eine massive Beschleunigung ab März. Bis Ostern sollen eine Million Österreicher und Österreicherinnen geimpft sein.

Phase zwei der Impfkampagne startet Mitte März. Dann sind Personen zwischen 65 und 79 Jahren an der Reihe, sowie das Gesundheitspersonal der Kategorie 3, inklusive 24-Stunden-Betreuern und Kontaktpersonen von Schwangeren. Ende März wird das Personal an Schulen und Kindergärten sowie Polizei, Bundesheer und Mitarbeiter im Strafvollzug geimpft.

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"Zur Unterstützung der Massentests rückten rund 30.000 Feuerwehrmitglieder österreichweit aus, um logistisch zu unterstützen und einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, dafür waren wir gut genug. Nun werden wir still und heimlich aus dem Impfplan gestrichen und nicht einmal mehr in der Phase 3 erwähnt. Diese Entscheidung kann ich weder verstehen noch akzeptieren", ärgerte sich Feuerwehrpräsident Albert Kern.

Die Feuerwehr wurde offenbar in diesem Plan vergessen. Der Bundesfeuerwehrverband hat am Freitag das Fehlen seiner Organisation in der aktuellen Version des nationalen Covid-19-Impfplans kritisiert. In dem Dokument vom 1. Februar werde kein Bezug mehr zur Feuerwehr hergestellt.

Zur Unterstützung der Massentests "waren wir gut genug"

Auch die Gruppe der kritischen Infrastruktur sei in der Form entfallen, erläuterte der Verband in einer Aussendung. Dabei hätten zuvor Experten und Politiker betont, dass die Feuerwehr zur kritischen Infrastruktur zählt und in Phase 2 berücksichtigt wird.