Rund eine Dreivielstunde lang lief das dritte und letzte Training zum Grand Prix von Monaco reibungslos ab. Bis Haas-Fahrer Oliver Bearman seitlich in die Leitplanke rutschte. Bearman war auf dem Weg hinauf zum Casino, als der Haas plötzlich seitlich in die Leitplanken rutschte.
Bearman war auf einer schnellen Runde unterwegs und zog am langsamen George Russell im Mercedes vorbei, kollidierte dann aber mit der Streckenbegrenzung. Er habe Bottoming gehabt, beklagte sich der Brite dann, sein Haas habe also auf dem Asphalt aufgesetzt. Deshalb habe Bearman die Kontrolle über seinen Boliden verloren.
Rennleiter Rui Marques zog jedenfalls sofort die Reißleine und unterbrach die Trainingssession mit noch rund 15 Minuten auf der Uhr mittels Roter Flagge, um das Fahrzeug bergen zu können. Zum Problem wurde dann auch, dass durch den Einschlag die Leitschiene verbogen wurde. Mit noch vier Minuten wurde die Session wieder neu eröffnet.
Die Bestzeit hatte sich schon vor der Roten Flagge Mercedes-Shootingstar Andrea Kimi Antonelli geholt – 1:12,720 Minuten. Der Italiener, Sieger der letzten vier Grands Prix, hängte die favorisierten Ferrari-Piloten Charles Leclerc (+0,327) und Lewis Hamilton (+0,331) ab. Der Rest des Feldes hatte schon deutlichen Rückstand. So belegte Russell 0,763 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Rang vier, kam allerdings wegen des Bearman-Unfallszu keiner schnellen Runde mehr.
Vierfach-Weltmeister Max Verstappen blieb mit beinahe einer Sekunde Rückstand (+0,942) nur Rang fünf, vor McLaren-Ass Oscar Piastri (+0,978). Weltmeister Lando Norris wurde Neunter (+1,286), knapp hinter Isack Hadjar im zweiten Red Bull auf Rang acht (+1,157).