Urteil sorgt für Kopfschütteln

Schumi-Freund in Vergewaltigungsprozess freigesprochen

Der Rennfahrer Joey M. wurde vom Vorwurf der Vergewaltigung einer Pflegerin freigesprochen die Entscheidung sorgt im Gerichtssaal für Unverständnis.
Sport Heute
05.06.2026, 15:25
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Ein Urteil sorgt in der Schweiz für Diskussionen: Der frühere Rennfahrer Joey M. ist vom Vorwurf der Vergewaltigung einer Pflegerin auf dem Anwesen der Familie Schumacher freigesprochen worden.

Der Fall beschäftigte über Jahre die Justiz. Im Mittelpunkt stand der heute 30-jährige Australier, der einst als großes Motorsport-Talent galt und zum engen Umfeld von Mick Schumacher zählte. Die mutmaßliche Tat soll sich im November 2019 auf dem Anwesen der Familie am Genfer See ereignet haben.

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Die betroffene Pflegerin arbeitete damals bereits seit Jahren im Betreuungsteam von Michael Schumacher. Nach ihren Angaben kam es nach einem gemeinsamen Abend mit Kollegen zu einem sexuellen Übergriff. Joey M. bestritt die Vorwürfe.

Das zuständige Gericht kam nun zum Schluss, dass die Beweislage für eine Verurteilung nicht ausreicht. Der Australier wurde daher freigesprochen. Für den Angeklagten stand viel auf dem Spiel. Im Falle einer Verurteilung hätte ihm nach Schweizer Recht eine mehrjährige Haftstrafe gedroht.

Trotz des Freispruchs sprach das Gericht der Klägerin wegen eines moralischen Schadens eine Genugtuung von 30.000 Schweizer Franken zu. Über mögliche weitere Ansprüche könnte nun noch in einem separaten Zivilverfahren entschieden werden.

Während des gesamten Prozesses stand auch die Familie Schumacher im Fokus. Zwar war sie nicht direkt am Verfahren beteiligt, doch der prominente Schauplatz und die besondere Situation rund um die Betreuung des seit seinem Skiunfall 2013 aus der Öffentlichkeit zurückgezogenen Formel-1-Rekordweltmeisters sorgten für großes öffentliches Interesse.

Joey M. hatte sich nach Prozessende bereits auf die Rückreise nach Australien vorbereitet. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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