Italienische Kräuter sind nicht nur gesund, sondern auch äußert schmackhaft. Welche sich am besten in der Küche machen und was die Powerkräuter können, erfahren Sie hier.
Basilikum
Das Kraut stammt vermutlich eigentlich aus Indien und fasziniert durch die Vielfalt an Düften und Geschmäckern der verschiedenen Arten.
Basilikum-Tee hilft bei Erkältungen und Grippe, aber auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Blähbäuchen. Bei Entzündungen im Rachenraum kann damit gegurgelt werden. Nur wenige Minuten ziehen lassen, damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen!
Vorsicht: Tee aus Basilikum-Blättern sollte nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da das ätherische Öl Estragol enthält, das sich bei übermäßiger Anwendung aus wissenschaftlicher Sicht zellschädigend auswirken könnte. Auch während der Schwangerschaft sollte auf Basilikum-Tee verzichtet werden – damit moderat zu würzen, ist aber kein Problem.
Basilikum ist übrigens ein guter Nachbar für Tomaten, da das Kraut Bienen anlockt, was sich günstig auf die Bestäubung der Tomatenblüten auswirkt.
Basilkum-Pesto selber machen (2 Portionen):
Man nehme drei Hände voll Basilikum, ein bis zwei Zecherl Knoblauch und eine kleine Hand voll gerösteter Pinienkerne. Die Zutaten (am besten im Standmixer) sehr klein hacken und nach und nach eine kleine Hand voll geriebenem Parmesan und Olivenöl dazugeben, bis eine schöne Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pesto schmeckt nicht nur auf Nudeln ganz köstlich, sondern zum Beispiel auch auf Muscheln.
Oregano
Hippokrates (460 v. Chr.) hat das Gewürz bei Zahnschmerzen, gegen Erkältungen, Darmbeschwerden und bei Frauenproblemen (z. B. Menstruationsbeschwerden) empfohlen – wissenschaftliche Untersuchungen in den USA haben die Wirkung bestätigt! Das ätherische Öl hat stark antibakterielle und pilzhemmende Eigenschaften. Die antiparasitäre Wirkung schreckt übrigens auch Kopfläuse ab.
Wie immer gilt es, den Tee nur wenige Minuten ziehen zu lassen, da diese Öle sonst verloren gehen.
Achtung: In den ersten Monaten der Schwangerschaft keinen Tee trinken und als Gewürz nur sparsam verwenden.
Achten Sie darauf, eine der durchaus winterharten griechischen Arten zu bekommen, denn unser heimischer Dost ist zwar nahe mit Oregano verwandt, hat aber durch eine andere Zusammensetzung des ätherischen Öls kaum Würzkraft.
Rosmarin
Pfarrer Kneipp († 1897) lobte dieses Kraut als „treffliches Mittel gegen Herzgebrechen“ (Herzleiden, Altersherz). Tatsächlich wirkt Rosmarin tonisierend auf das gesamte Gefäßsystem, er stärkt die Spannung der Gefäßwände, ist venentonisierend, gallenflüssigkeitsanregend, leberschützend, Menstruationsauslösend und krampflösend.
Kneipp nützte den Rosmarin aber nicht nur als Tee oder als Salbe, mit der die Herzgegend eingecremt wurde, sondern setzte ihn mit Wein an.
Herzwein aus Rosmarin:
Kleingeschnittene Zweige in einer Flasche mit Weißwein auffüllen und zukorken. Ab dem zweiten Tag nimmt man morgens und abends „ein kleines Wassergläschen von dem angenehmen Tranke, an den man sich bald gewöhnen wird.“
Achtung: Kein Rosmarin in der Schwangerschaft! Auch Menschen mit zu hohem Blutdruck sollen ihn meiden.
Thymian
Ein altbewährtes Hausmittel bei Husten! Das ätherische Öl hat eine ausgeprägte bakterienwachstumshemmende Wirkung im Atemwegsbereich – aber auch im Magen. Die krampflösenden Eigenschaften helfen besonders bei schmerzhaftem Husten, die anregende Wirkung fördert den Auswurf von Schleim.
Die Duftwirkung mobilisiert überdies innere Kräfte und so kann es auch nicht schaden, kräftig in eine Tasse Thymiantee hinein zu schnuppern, um neuen Mut zu schöpfen.
Die desinfizierende Wirkung des Krautes hilft auch bei unreiner Haut und Akne, die Verwendung des reinen ätherischen Öles ist aber nicht zu empfehlen, da es die Haut reizen kann. Besser sind Kompressen mit Tee, Tinkturen oder Salben.
In der Schwangerschaft ist Thymian mit Vorsicht zu genießen – sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt darüber.