Fussball

Heimische Schiedsrichter klagen über grobe Missstände

Österreichs Schiedsrichterwesen steckt in massiven Schwierigkeiten. Eine Umfrage deckt grobe Probleme auf.
Heute Redaktion
01.04.2022, 11:37

Ein Bericht der "Kleinen Zeitung" zeigt drastische Missstände bei Österreichs Schiedsrichtern auf. In einer anonymen Befragung zeigen die Referees riesige Mängel auf. So besteht laut dem Bericht großer Handlungsbedarf in Sachen Kommunikation und Fehlerbesprechung.

Die aktiven Schiedsrichter sind sich einig: Wenn man Probleme intern anspricht, wird man als Querulant abgestempelt und bekommt weniger Einsätze bei Spielen.

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VAR-Fehler nicht zugegeben

Unzureichende Ausbildung und teils mangelhafte Fitness ist ebenso ein großes Thema. Auch Fehlentscheidungen sollen gegenüber der Öffentlichkeit als richtig verkauft worden sein. Als Beispiel wurde der nicht gegebene Hands-Elfer bei Sturms 0:1-Niederlage gegen Salzburg genannt. So soll der VAR das Handspiel von Nicolas Seiwald falsch eingeschätzt haben.

Schriftliche Aufzeichnungen davon gibt es allerdings keine. Aus den eigenen Reihen hagelt es Kritik, ein Schiri sagt: "Sie machen, was sie wollen. Warum kann man Fehler nicht eingestehen? Das ist menschlich und jeder versteht es."

Ein Referee beklagt: "Wir haben keinen in der Führung, der an Verbesserungen interessiert ist. Einige wollen nur ihr Amt haben, damit sie bei den Länderspielen gratis in den VIP-Klub kommen."