Kind "ruinierte seine Pläne"

Heimlich-Abtreibung für die Ex – Anwalt muss ins Häfn

Weil das Kind "seine Pläne ruinieren" würde, gab ein Texaner seiner schwangeren Frau ohne ihr Wissen Abtreibungspillen. Nun ist das Urteil da.

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Heimlich-Abtreibung für die Ex – Anwalt muss ins Häfn
Mason Herring (39) aus Houston, hat zugegeben, dass er seiner bald Ex-Ehefrau wochenlang heimlich abtreibungsfördernde Medikamente in ihre Getränke gemischt hatte.
Screenshot/Instagram

Der Anwalt Mason Herring (39) aus Houston, Texas, hat zugegeben, dass er seiner bald Ex-Ehefrau wochenlang heimlich abtreibungsfördernde Medikamente in ihre Getränke gemischt hatte. Am Mittwoch wurde er vom Bezirksgericht Harris County zu 180 Tagen Gefängnis und zusätzlich zehn Jahren auf Bewährung verurteilt. Er hatte sich wegen des Angriffs auf eine schwangere Person und Verletzung eines Kindes unter 15 Jahren schuldig bekannt. Die Anklage der "Körperverletzung und Erzwingen einer Abtreibung" wurde fallen gelassen.

Das Opfer, Catherine Herring, zeigte sich enttäuscht über das Urteil: "180 Tage sind keine Gerechtigkeit für den Versuch, sieben Mal mein Kind zu töten", sagte sie am Donnerstag in einem Interview. Zwei Jahre lang habe ihr Mann die Übergriffe abgestritten. Sie sei heute dankbar, dass er endlich seine Schuld eingestanden hatte.

Mason forderte seine Frau auf, "mehr zu trinken"

Catherine und Mason Herring waren im März 2022 in einer Paarberatung, als sie ihrem Mann sagte, dass sie mit ihrem dritten Kind schwanger sei. Mason hatte zu dieser Zeit angeblich eine Affäre mit einer Arbeitskollegin und war über die Nachricht überhaupt nicht erfreut. Später sagte er zu seiner Frau, die Schwangerschaft würde "seine Pläne zunichte machen und ihn wie einen Idioten aussehen lassen", schreibt "Law&Crime".

Kurz darauf habe die Sabotage begonnen. Während eines Kurzurlaubs habe Mason seiner Frau mehrmals gesagt, sie müsse mehr Wasser trinken, um hydriert zu bleiben, heißt es in der Anklage. Das Wasser habe Mason zuvor kontaminiert.

Opfer litt unter Krämpfen, Durchfall und Blutungen 

Wieder zu Hause, offenbarte Mason ihr, dass er die Trennung will. Obwohl er danach auszog, kam er regelmäßig zum Frühstück vorbei. "Ich fand es schon seltsam. Ich fragte mich, was er wohl damit bezwecken will", sagte Catherine. Eines Morgens, als Mason sie erneut aufforderte, mehr zu trinken, fiel ihr auf, dass das Wasser trüb war. Laut der Anklage litt Catherine anschließend unter schmerzhaften Krämpfen, Durchfall und Blutungen.

Striktes Abtreibungsverbot in Texas
In Texas gilt seit 2022 ein striktes Abtreibungsgesetz. Es verbietet Schwangerschaftsabbrüche selbst bei Inzest und Vergewaltigung und erlaubt sie nur, wenn das Leben und die Gesundheit der Frau in Gefahr sind. Kritiker argumentieren jedoch, dass die Ausnahmen so vage formuliert seien, dass Ärztinnen und Ärzte aus Angst vor Klagen häufig dennoch keine Abtreibungen vornehmen. Schwangere Frauen, die illegal eine Abtreibung vornehmen lassen, können rechtlich nicht belangt werden. Das Abtreibungsrecht ist eines der umstrittensten gesellschaftspolitischen Themen in den USA.

Am 24. April wurde Catherine stutzig, als der 39-Jährige den Müll nach draußen brachte. Das sei für ihn "untypisch" gewesen. Sie wollte nachschauen, was sich im Abfall befindet und fand eine Verpackung mit der Aufschrift "Cyrux" – Abtreibungspillen. "Ich war erleichtert, weil ich nun endlich wusste, was mit mir los war", sagte sie im Gericht. Insgesamt verabreichte Mason seiner schwangeren Frau sieben Abtreibungspillen. Ende April 2022 zeigte sie ihren Mann bei der Polizei an. Im Mai reichte sie die Scheidung ein.

Kind kam trotz Abtreibungspillen zur Welt

Trotz der Abtreibungsversuche ihres Mannes brachte Herring ein Mädchen zur Welt. Jedoch zehn Wochen vor dem Geburtstermin. Das Frühchen verbrachte 117 Tage im Krankenhaus. Das Neugeborene musste monatelang über eine Ernährungssonde ernährt werden. Laut der Mutter hat das mittlerweile 18 Monate alte Kind Entwicklungsverzögerungen. Laut Catherine sind diese auf die Abtreibungsmedikamente zurückzuführen. Weiter habe Mason seit dem Vorfall ihr und den drei Kindern den "Geldhahn zugedreht".

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    Auf den Punkt gebracht

    • Ein texanischer Anwalt wurde zu 180 Tagen Gefängnis und zehn Jahren Bewährung verurteilt, nachdem er seiner schwangeren Frau heimlich Abtreibungspillen verabreicht hatte, um "seine Pläne zu ruinieren"
    • Obwohl das Opfer enttäuscht über das Urteil ist, zeigte sie sich dankbar dafür, dass ihr Mann endlich seine Schuld eingestanden hatte, nachdem er zuvor die Übergriffe geleugnet hatte
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