Heimskandal: Betreiber musste Insolvenz anmelden

Die Geschichte eines Jugendlichen der aus dem Heim flog und im Auto leben musste brachte den Stein ins Rollen.
Die Geschichte eines Jugendlichen der aus dem Heim flog und im Auto leben musste brachte den Stein ins Rollen.Bild: privat
Nachdem vergangene Woche drei Heime der "Therapeutischen Gemeinschaft" dicht gemacht wurden, meldete der Betreiber jetzt Insolvenz an.
Vergangene Woche wurden überraschend drei Heime in Jaidhof, Ebenfurth und Sitzendorf geschlossen ("Heute" berichtete). 16 betroffene Jugendliche (6 bis 17 Jahre) wurden in eine "Krisen-Landeseinrichtung" in Pottendorf verlegt. Dem Ganzen waren schwerwiegende Vorwürfe gegen die Einrichtungen vorausgegangen. Geschäftsführer Hermann Radler musste jetzt Insolvenz anmelden, gibt dafür Landesrat Franz Schnabl (SP) die Schuld.

"Diese Maßnahme ist eine unvermeidliche Konsequenz aus dem uns angetanen Unrecht seitens Landesrat Schnabl. In den letzten Monaten wurden wir permanent uberpruft und kontrolliert, wobei bis auf Kleinigkeiten keine Mangel festgestellt worden sind", so Radler. Die Rechte von Kindern und auch deren Eltern seien mit Füßen getreten worden.

Durch die Schließungen kann seine Therapeutische Gemeinschaft die Kosten für Personal und Standort nicht mehr bezahlen. Betroffen von der Insolvenz sind 70 Mitarbeiter. Diese sehen sich als Opfer einer politischen Intrige und gründeten eine Plattform im Internet, um sich zu wehren.

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