Das sind die Optionen für ein Strache-Comeback

Vor fast einer Woche hat die FPÖ ihren Bundesparteiobmann verloren. Doch Strache ist nicht leiser geworden. Da stellt sich die Frage nach einer möglichen Rückkehr.
Die Laufbahn von Heinz-Christian Strache (FPÖ) als Parteichef und Vizekanzler ist seit Samstag vorbei. In Folge der Ibiza-Affäre trat er von allen politischen Ämtern zurück. Doch er ist nicht in der Versenkung verschunden – ganz im Gegenteil.

Der langjährige Parteiobmann postet weiterhin fleißig auf Facebook: Fotos mit seinen Nachfolgern Norbert Hofer (Parteichef) und Dominik Nepp (Wiener FPÖ-Obmann) sowie Kampfansagen wie "Jetzt erst recht".

In einem Posting vom 21. Mai, das mehrmals bearbeitet wurde, beschwört er außerdem, er habe sich abseits der "prahlerischen Aussagen [...] nichts zu Schulden kommen lassen". Anhänger posten ermutigende Nachrichten, das Posting hat bereits über 33.000 Reaktionen.

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Doch könnte Strache wieder in die Politik zurückkehren? Das sind die möglichen und unmöglichen Optionen.

Comeback als Wiener FPÖ-Chef?



Strache war bis zuletzt auch Obmann der Wiener Freiheitlichen. Bereits kurz nach seinem Rücktritt gingen Gerüchte um, laut denen er diese Position weiterhin behalten wolle, um für das Amt des Bürgermeisters bei den nächsten Wahlen zu kandidieren.

"Eine Rückkehr ist in dieser Phase nicht möglich. In einem Jahr ist das aber nicht ausgeschlossen", erklärt Politikberater Thomas Hofer gegenüber "Heute.at". Es komme aber darauf an, wie die FPÖ bei den Wahlen abschneiden wird. Auch ohne Strache und Gudenus bleibe die Wiener FPÖ eine der stärksten Landesgruppen.

Nationalratsabgeordneter?



Der Ex-FPÖ-Chef kann in dieser Legislaturperiode nicht mehr ins Parlament zurückkehren. Er hat sich von der Liste der Nationalratswahl 2017 streichen lassen. Folge: Kein Rückkehrrecht ins Parlament und keine Gehaltsfortzahlung. Nach der Neuwahl ist die Lage natürlich eine andere. Es ist nicht klar, ob und in welcher Position Strache kandidiert.

Job in Brüssel?



Auf der EU-Wahlliste 2019 Strache aber noch – als Kandidat Nr. 42. Das bleibt bis zum 12. Juni so. Dann stellt die Bundeswahlbehörde das Endergebnis fest. Das heißt: Strache kann über einen Last-Minute-Vorzugsstimmenwahlkampf den Einzug ins EU-Parlament noch schaffen.

So funktioniert's: Ein Kandidat braucht 5 Prozent der gesamten Stimmen seiner Partei als Vorzugsstimmen. Dann wird er automatisch auf Platz eins vorgereiht.

Neuer alter Parteiobmann?



Strache könnte natürlich nach einer Abkühlungsphase auch wieder die FPÖ als Bundesparteiobmann übernehmen. Derzeit ist Norbert Hofer als designierter Parteichef an der Spitze. Wann und ob es ein Strache-Comeback in dieser Funktion gibt, ist derzeit nicht abzusehen.

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(red)

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